Naturschutzverein Oberglatt und NUR rückten der Goldrute zu Leibe
«Übel» bei der Wurzel packen
Die Glatt-Altläufe bedürfen regelmässiger Pflege. Im Naturschutzgebiet neben dem Flughafen gab es einiges auszureissen.
Martin Allemann
Désirée Hinnen packt kräftig zu und rupft. Wichtig ist, möglichst alle Wurzeln zu erwischen.
Das Übel bei der Wurzel packen - obwohl, eigentlich ist die Kanadische Goldrute ja ein schönes Gewächs. Bloss: Da, wo sie spriesst, bleibt anderen Pflanzen kaum mehr Luft zum Atmen und ausreichend Nährstoff. Die als Zierpflanze und Bienenweide aus Nordamerika eingeführte, leicht verwildernde Staude bildet grosse und dichte Bestände und verdrängt damit die einheimische Vegetation.
Vertiefter Blick in die Natur
So durchkämmen Jahr für Jahr Mitglieder des Naturschutzvereins Oberglatt und des Vereins Natur und Umwelt Rümlang (NUR) Wiesen und Waldpartien. Die Kanadische Goldrute ist in der Pflanzenvielfalt nicht immer einfach auszumachen. «Man erkennt sie an ihrem roten, dünnen, glatten Stil», erklärt Vereinsmitglied Walter Weber. Es sei gar nicht so einfach, die vielen unterirdischen Ausläufer zu erwischen. Bleiben Wurzelteile zurück, blüht es hier im nächsten Jahr erneut. Désirée Hinnen und ihre Cousine Ailin aus Oberengstringen sind mit ihrem Vater das erste Mal bei der Aktion mit dabei. «Mir gefallen vor allem die vielen Tiere, die man ja sonst nicht so nah sieht, weil man das Naturschutzgebiet nicht betreten darf», freut sich Désirée. Bündelweise schleppen sie unliebsames Kraut zum Depot. Später wird dieses entsorgt - und nicht kompostiert.
Grillzmittag bei Waldhütte
Nach der Arbeit treffen sich die im dichten Grün bisher kaum sichtbaren Naturschützer bei der Waldhütte zum Grillieren.