Bevor das historische Gestühl und ein Fresko aber zurück in die Fällander Kirche gebracht werden konnten, waren Verhandlungen mit dem Schweizer Landesmuseum nötig, der offiziellen Besitzerin der beiden Gegenstände. Kurz vor den Festtagen wurden diese erfolgreich abgeschlossen. Kirchenpflegepräsident Huldrych Thomann: «Jetzt ist für alle die Kirche wieder im Dorf.»
Bürger wollten beides zurück
Tatsächlich hatten die beiden Gegenstände an der Kirchgemeindeversammlung vom vergangenen November zu langen Diskussionen geführt. Die Kirchenpflege hatte kurz zuvor entschieden, sie ihrem rechtmässigen Besitzer zurückzugeben: dem Landesmuseum. Denn der Leihvertrag war befristet und die Auflagen des Landesmuseums zur Aufbewahrung der beiden Gegenstände kompliziert. 2006 hatten die beiden Gegenstände in der Kirche Fällanden gestanden. Rund 100 Jahre vorher hatte die Kirchgemeinde das Chorgestühl und das Fresko an das Landesmuseum verkauft.
Jetzt sind auf Wunsch der Stimmbürger die beiden Gegenstände wieder zurück. Mit dem Landesmuseum wurde laut dem Kirchenpflegepräsidenten eine Einigung gefunden, sodass die allfälligen Restaurationskosten möglichst tief gehalten werden können: Jedes Jahr werden das Chorgestühl und das Fresko begutachtet, sodass nötige Schritte zur besseren Erhaltung der beiden diffizilen Gegenstände sofort eingeleitet werden können. Das Chorgestühl ist zudem abgesperrt und darf nicht mehr benutzt werden. Beim Fresko wurde auf der Hinterseite eine zusätzliche Schicht angebracht, die es vor Schimmel schützt.
Das Fresko ist ein wertvolles Zeugnis der frühen Gotik und zeigt Wandmalereien aus dem Mittelalter, beispielsweise eine Szene aus der Passion Christi. Das Chorgestühl wird von der Forschung in die Zeit um 1450 bis 1500 angesetzt. Der Leihvertrag für die beiden Gegenstände wurde mit dem Landesmuseum bis Ende 2016 verlängert.
(moa)
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