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Tipps für Schulkinder zu Facebook und Co.
Aufgepasst bei Internetkontakten: Hinter der elfjährigen Marie, die so herzig aus ihrem Leben erzählt, kann sich genauso gut der 56-jährige Ruedi verstecken, der sich auf diese Weise an Minderjährige heranmacht. Bild: Archiv
Im Rümelbach und im Worbiger haben sich rund 200 Kinder der Mittelstufe mit Games und sozialen Netzwerken beschäftigt. Die Tipps für den gefahrlosen Umgang mit dem Internet lieferten Fachleute.
Inga Struve

«Worauf muss ich achten, wenn ich ein Bild ins Internet lade, ab welchem Alter darf ich einen Facebook-Account betreiben, wann ist bei E-Mail-Kontakten Vorsicht geboten und wen zähle ich bei sozialen Netzwerken zu meinen Freunden?» Dies nur ein paar wenige Fragen, mit denen sich die rund 200 Buben und Mädchen der Rümlan-ger Mittelstufe während der letzten Wochen auseinandergesetzt haben.

Übergriffen vorbeugen

Anlass für die Sensibilisierung im Umgang mit neuen Medien sei kein aktueller Mobbingfall oder etwas Ähnliches gewesen, erläutert Schulsozialarbeiterin Olga Lionello. «Doch eine der Aufgaben der Schulsozialarbeit ist die Prävention.» Deshalb sei es wichtig, mit den Schülerinnen und Schülern beispielsweise dem Cybermobbing oder Übergriffen im Netz vorzubeugen, indem die Kinder und Jugendlichen erfahren, wo sie sich Gefahren aussetzen, wenn sie sich im Netz bewegen. Unterstützt werden die Primarschulen Worbiger und Rümelbach bei dieser Medienbildung von Fachpersonen des Vereins zischtig.ch.

Andreas Brugger und Sandra Menzi von zischtig.ch sind während der Medienarbeit in Rümlang auch im Worbiger bei der 6. Klasse von Angela Kurz zu Besuch.

In zwei Lektionen erfahren die Buben und Mädchen Tipps und Vorgehensweisen für das Chatten, Gamen und für den Austausch auf sozialen Netzwerken im Internet. Ein Beispiel: Auf www.habbo.ch lernt man als frei definierter Charakter andere Leute kennen. Doch aufgepasst: Hinter der elfjährigen Marie, die so herzig aus ihrem Leben erzählt, kann sich genauso gut der 56-jährige Ruedi verstecken, der sich auf diese Weise an Minderjährige heranmacht.

Fast alle haben ein Handy

Brugger und Menzi weisen somit einerseits auf die Gefahren im Netz hin, nennen andererseits aber auch Positives einzelner Internetseiten. Auf www.wikipedia.org beispielsweise ist Wissenswertes für Schulvorträge zu verschiedensten Themen nachzulesen.

Die Sechstklässler und Sechstklässlerinnen sind interessiert bei der Sache, denn alle haben zu Hause Zugang zu einem Computer mit Internetanschluss, bei etwa der Hälfte davon steht der Compi im Kinderzimmer. Bis auf ein Kind besitzen alle ein Mobiltelefon.

In der Pause ist bei den diskutierenden Mädchen zu erfahren, dass sie sich bis anhin nicht bewusst gewesen sind, wie genau und dauerhaft ihre Internetaktivitäten auf dem Server festgeschrieben sind und dass diese notfalls auch wieder abgerufen werden können. Zudem gibt ein Grossteil an, dass die Eltern nicht so genau wissen, was ihre Kinder im Internet unternehmen und wie lange sie jeweils vor dem Computer sitzen.

Buben und Mädchen getrennt

In der zweiten Schulstunde mit zischtig.ch beschäftigen sich die Mädchen unter Anleitung von Sandra Menzi und die Jungs mit Andreas Brugger mit geschlechtsspezifischen und persönlichen Fragen. Dies geschieht unter Ausschluss sowohl der Lehrerin wie auch aller anderen Personen, damit die Jugendlichen ohne Hemmungen erzählen und fragen können.

Elternabend: Mittwoch, 8. Februar, für alle Eltern (1. bis 6. Klassen und HPS) sowie weitere Interessierte, Infos übers Internet, über Chats, Games und Communities, für nicht deutschsprachige Eltern kann bei Bedarf eine Dolmetscherin zur Verfügung gestellt werden, Gemeindesaal, 19 bis 21.30 Uhr, anschliessend Apéro.

zischtig.ch

Ziel des Vereins zischtig.ch ist die Förderung der Präventionsarbeit zu neuen Medien. Hierbei geht es um die Themen Internet, Chat und Communities (soziale Netzwerke wie Facebook). Kinder und Jugendliche sollen einen sicheren und produktiven Umgang mit Bildschirmmedien im Allgemeinen sowie mit Internet und Chat im Speziellen erlernen. Weitere Informationen: www.zischtig.ch. (red)

   
 
Inga Struve (ist)  
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