Höri

Höri feiert Fest mit Gastregion Appenzell

Rund 17 000 Gäste kamen am Wochenende ans Hörifäscht. Sie feierten mit 41 teilnehmenden Gewerbetrieben und nicht weniger als 18 Gastwirtschaften.

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Am frühen Freitagabend ist das Festzelt in Höri mit 180 Personen sehr gut besetzt. Die Dorfmusik spielt mit dem Hörimarsch auf. «Sönd wöllkomm», lautet der Willkommensgruss, welcher auf die diesjährige Gastregion Appenzell hinweist. Die Verbundenheit zu diesem Kanton zeigt sich im Auftritt von Höris Gemeinderat samt Ehefrauen und Partnerinnen, bei welchem auf der Bühne Taler geschwungen werden, gezäuerlet und gejutzt wird. «Das Appenzellerland als Gastregion passt mit seiner Bodenständigkeit zu uns», sagt OK-Präsident Christian Meier. Regierungspräsident Markus Kägi spürt die Wärme, die Ausstrahlung und den Zusammenhalt im Dorf. «Das direkte Gespräch kommt sonst oft zu kurz.»

Schon am Freitag muss nachbestellt werden

Auf dem Areal der Firma Hiltebrand machen die Jungs der Mundartrockband Luusbros ihren Soundcheck. «Wir sind besser als Göla», scherzen Roger und Päde Hiltebrand. Ihr Auftritt ist auf den späteren Abend geplant. Unterdessen herrscht im Saloon von Pro Höri Hochbetrieb. Bereits am Freitagabend werden 70 Kilo Spareribs von den Gästen verzehrt. Koch Thomas Ottiger musste bereits nachbestellen. Um die 6000 Gäste sind es am Freitag, welche die Stimmung geniessen.

Am Samstagnachmittag warten Dromedarmännchen Soran und Weibchen Selhoum auf potenzielle Reiter. Für den vierjährigen Kimi sind die Kamele ein wenig zu gross und zu furchteinflössend. «Ich möchte lieber aufs Riesenrad», sagt der Kleine und zieht an der Hand von Opa Werner Hassler weiter. Die Streichmusik Alder aus Urnäsch spielt währenddessen auf, während Alfred Moser den Gästen zeigt, wie innert sechs Stunden auf kunstvolle Art ein Geisslein geschnitzt werden kann.

Unterdessen hat sich die Stadtmusik Bülach im Festzelt auf der Bühne aufgestellt. Schwungvoll ertönt Mani Matters «Hemmige». Köbi Menzi, Alt-Stadtpräsident von Bülach, zeigt sich überwältigt vom Fest. «Es braucht Leute, welche motivieren können und zeigen, was man in einem Dorf wie Höri alles auf die Beine stellen kann.» Gemeindepräsident Roger Götz ist ebenfalls glücklich. «Ein grossartiges Fest voller Vielfältigkeit und Kreativität. Alle packen mit an, und Kontakte können gepflegt werden.». Die Swiss Band stellt sich danach auf und freut sich auf den Auftritt. «Es soll auch ein bisschen Werbung sein für unsere Konzerte im November», sagt Trompeter René Gilgen.

Geld für krebskranke Kinder gesammelt

Mehr zu Pferdestärken als zu Musik hingezogen fühlt sich der neunjährige Robin Wydler aus Bülach. «Ich durfte in die Kabine eines riesigen Lastwagens steigen. Das war cool.» Genauso toll empfindet dies der sechsjährige Flurin, welcher mit Mama Barbara Grond den Lastwagen erkundet. Hans Housi Frei, Weltmeister im Lastwagenfahren, freut sich über die Begeisterung der Kids. «Ich möchte den Bereich der Lastwagen den Leuten näherbringen.»

Am Schiessbudenstand wollen Plüschtierchen erstanden werden, Zuckerwatte sorgt für verschmierte Münder. Die Jagdgesellschaft Höriberg hat 40 Kilo Fleisch zu Pot-au-Feu verarbeitet und serviert die feine Suppe in Gamellendeckeln. Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe zugute. Auf einer Fahrt auf dem Riesenrad lässt sich Höri nochmals in einem anderen Licht betrachten. Runde um Runde in gemächlichem Tempo – Zeit genug, um innezuhalten und die Schönheit der Region zu geniessen.

Wenig später steht mit der Sportlerehrung ein weiterer Höhepunkt an. 19 Sportler sind es dieses Jahr, welche sich für dieses Ereignis qualifizieren konnten, darunter das 14-köpfige Team des Schiessvereins Höri sowie Marco Dörig im Viererbob, Andreas Meier im Stabhochsprung, Heyleab Kalab als Leichtathlet und Lorenz Meier als Schütze.

«Ein gelungenes Fest», resümiert ein müder, aber glücklicher OK-Präsident Christian Meier am Ende des Anlasses. Rund 100 000 Franken an Sponsorengeldern, Gewerbebeiträgen und Platzgeldern seien benötigt worden. «Dies war nach 2000 und 2004 das dritte Hörifäscht. Wie und wann es weitergeht, hängt von der Anzahl der willigen Organisatoren und Mithelfer ab.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.05.2017, 19:57 Uhr

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