Künstler verschönern den Glattpark­

Dass Bau­wände keineswegs langweilig sein müssen, beweisen die beiden Künstlerinnen Stefanie Seiler und Sara Haslacher mit ihrem neusten Projekt «Kunst-­Bauwand im Glattpark».

Trotz des schlechten Wetters hängten Renaud Joye, Stefanie Seiler, Marco Boehni, Sara Haslacher und Hanspeter Seiler (von links) am Samstag die Blachen im Glattpark auf.

Trotz des schlechten Wetters hängten Renaud Joye, Stefanie Seiler, Marco Boehni, Sara Haslacher und Hanspeter Seiler (von links) am Samstag die Blachen im Glattpark auf. Bild: Madeleine ­Schoder

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Wo bis vergangenen Samstag noch eine Baustelle war, befindet sich jetzt eine Kunstgalerie unter freiem Himmel. Über 90 Blachen, mit Bildern von fast genauso vielen Künstlern bedruckt, hän­gen seither an einer gelben Bretterwand mitten im Glattpark, ­die ­ ein Baugrundstück umschliesst. «Kunst-Bau­wand im Glatt­park» heisst das Projekt von Stefanie Sei­ler und ihrer Tochter Sara Haslacher, an dem sich Schweizer und internationale Künstler mit Beiträgen zum Thema «Begegnungen» beteiligt haben. Es sind meist abstrakte Werke zu sehen.

Seiler, die selber auch malt, ­ hat spontan entschieden, bei ­der Stadt anzufragen, ob die ungenutzte Fläche für Kunst verwendet werden könne, und sie hat prompt eine Zusage erhalten. Über die Web­site und die Facebook-Seite des gemeinsamen Ateliers «SaSté Atelier – Sastekunst» wurde nach Künstlerinnen und Künstlern gesucht, die sich am Projekt beteiligen würden, und die Rückmeldung war gross.

«Mir hat sehr gut gefallen, ­dass sich auch namhafte Künstler gemeldet haben», erzählt Seiler. Mit dabei sind unter anderen Björn Zryd, Eva-Maria Bättig und Patrizia Zoller, aber auch Künstler aus Opfi­kon wie Cici oder Silvano Bernetta. Doch nicht nur Profis können sich beteiligen, sondern auch Schulklassen, die dann eine unbedruckte Blache zugeschickt bekommen, um sie zu bemalen. So finden sich unter den Werken auch Bilder von Klassen der Primarschule Mettlen in Opfikon.

Dank Sponsoren konnten ­zudem die Kosten für einen Teil der Blachen, die sonst von den Teilnehmenden selbst getragen werden mussten, übernommen werden. Dazu wurde ein Wett­bewerb ausgeschrieben, und ­eine unabhängige Jury wählte aus den rund 50 Einsendungen die zehn Besten aus.

Ausstellung in Galerien und Läden geplant

Mit dem Projekt «Art in open roomz» haben sich Seiler und Haslacher bereits in der Vergangenheit für Kunst im öffentlichen Raum eingesetzt. So organisieren sie beispielsweise jedes Jahr die «Internationale Open Air Kunstausstellung», die dieses Jahr zum dritten Mal stattfinden wird, und zwar ebenfalls in Opfi­kon.

Die Werke werden jedoch ­ nicht nur auf den Blachen im Glatt­park zu sehen sein, sondern 60 davon sollen auch ganz konventionell in Galerien ausgestellt werden – die Blachen sind Drucke der eigentlichen Werke. Nach der Vernissage am kommenden Freitag, 11. März, werden sie für zwei Wochen in der Galerie Dorf-Träff in Opfi­kon zu sehen sein und ­ ab dem 10. Juni für anderthalb Monate in der Galerie Forum in Glatt­brugg. In der Zwischen­zeit soll noch mehr öffent­licher Raum erobert werden: ­Einzelne Bilder werden auch in Läden in der Umge­bung hängen.

«Ich bin total zufrieden», ­sagt Stefanie Seiler, nachdem sie zusam­men mit Sara Haslacher und sechs freiwilligen Helfern die Blachen trotz Regen und Matsch in bloss einer Stunde an die Holzwand geschraubt hat. «Wir hätten Lust, das Projekt fortzusetzen», meint sie ausserdem, Erfahrung hätten sie ja jetzt bereits und Bauwände gebe es genug.

Zwei Drittel der Bilder werden auch «konventionell» ausgestellt: Nach der Vernissage vom ­Freitag, 11. März, für zwei Wochen in ­der Galerie Dorf-Träff in Opfi­kon ­und ab Freitag, 10. Juni, für andert­halb Monate in der Galerie Forum in Glattbrugg. ()

(Erstellt: 07.03.2016, 09:07 Uhr)

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