Tausende feiern die Basi-Fasnacht

Der riesige Fasnachtsumzug lockte 11000 Zuschauer ins Zen­trum und liess die Strassen in einem Konfettiregen versinken.

Grosser Volksauflauf zur Narrenparade gestern Sonntag in Bassersdorf. Die Fasnacht lockte nebst vielen Zuschauern auch 42 Umzugsgruppen aus nah und fern an.
Video: Simon Grässle

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Monster, Tiere, Waldmenschen, Fabelwesen, Hexen, kleine Frösche und Maikäfer. Überall sind die Narren los: Bassersdorf – seit Donnerstagabend im Fasnachtsmodus – war am Sonntag besonders fest in Narrenhand. Nach dem zweiten Böllerschuss startete der riesige Fasnachtsumzug beim Schulhaus Mösli und bewegte sich trommelnd und winkend über die Winterthurerstrasse zum Kreisel durch das Zen­trum und via die Klotener- und Gerlisbergstrasse zurück zum Startpunkt.

Kein Strassenabschnitt war entlang der Umzugsroute leer: Eine Masse von rund 11000 Besuchern von nah und fern verteilte sich gleichmässig hinter den Absperrungen, um unter dem durchziehenden Konfettiregen die Wagen zu bestaunen. Gerieselt hat es gegen 15 Uhr dann auch echtes Wasser in Form von Regen. Aber auch bei kühlen fünf Grad Celsius harrten die meisten an der Strecke aus. Ein paar Regenschirme wurden gezückt, viele Kindermützen tiefer in die Stirn gezogen und es wurde weiter gestaunt und mit zahlreichen Handykameras gefilmt.

Zu sehen gab es am grössten Fasnachtsumzug in der Region Zürich natürlich viel: Neben dem Wagen der Organisatoren vom Bassersdorfer Fasnachtskomitee Fakoba nahmen auch 42 Gruppen am Umzug teil. So durchstreiften die Seelenfänger aus Nürensdorf mit dem Sensemann höchstpersönlich die Strassen und versuchten, die Kinder hinter den Absperrungen hervorzuzerren. Die Truppe von Peter Pan und den Piraten von den Lumpazi-Konfettifängern aus Hinwil warf ihre begehrten Süssigkeiten in die Menge.

Furchteinflössende Monster

Gelegentlich wurden die Monster etwas gar gfürchig und so kam es vor, dass kleine Löwen oder Prinzessinnen kurz in Tränen ausbrachen, wenn die grossen Viecher vor der Absperrung zu schnell auf sie zurannten. Erst als die Kleinen unter den Masken freundlich lächelnde Menschengesichter erblickten, wagten sie sich in deren Nähe und schnappten sich ein Bonbon. Grüne Aliens von der Maskengruppe Phoenix Bassersdorf tasteten sich auf den Planeten Erde vor, kleine Affen baumelten in Gehegen.

Zum Schluss wurde es noch einmal unheimlich, als beim Rammstein-Song «Sonne» der riesige Traktor der Oetenwyler Clique aus Oetwil am See ein Monster auf seiner mechanischen Steinbock-Gabel meterhoch in die Höhe schob und das urtümliche Wesen sein unruhiges Reittier mit einer Peitsche antrieb.

Ideenreiche Kostüme

Viele Zuschauer kamen verkleidet. Kleine Jedi-Ritter jagten Darth Vaders und immer wieder waren Waldwesen in der Menge zu erkennen. 20 Stück davon kamen vom Verein Eichenwäldli-Stächer aus Oberwinterthur. Auf die aufwendigen Kostüme aus Jutefetzen konnten sie nur stolz sein: «Wir hatten zum Glück eine Schneiderin. An einem Kostüm hat sie drei, vier Stunden gearbeitet», erzählte Christoph Wiesendanger, der dar­auf achten musste, dass die vielen kleinen Waldwesen nicht verloren gingen. Als der Umzug zu Ende war, wurde die abziehende Menge von der einheimischen Guggenmusik Kookaburra auf dem Kreisel verabschiedet. (Zürcher Unterländer)

(Erstellt: 07.02.2016, 23:14 Uhr)

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