Oberglatt

Im Zentrum Plus funktioniert die Gemeinschaft

Die Mieterinnen und Mieter der Alters-wohnungen im Zentrum Plus fühlen sich wohl. Einige nutzen das Angebot der Aktivitäten mehr als andere. Doch wer sich engagieren will, hat die Möglichkeit dazu.

Mit viel Eigeninitiative organisieren die Mieterinnen und Mieter der im Oktober 2015 bezogenen Alterswohnungn Ausflüge und Aktivitäten nach ihren Vorstellungen. Walter Stierli (vorne), Röbi Kiseleff, Irene Rubli, Madeleine Egli, Walter Gassmann, Vreni Vidiz, Vreni Schmid, Brunette Isler Stierli bilden zusammen mit andern eine  Gruppe und setzen um, was sie sich wünschen.

Mit viel Eigeninitiative organisieren die Mieterinnen und Mieter der im Oktober 2015 bezogenen Alterswohnungn Ausflüge und Aktivitäten nach ihren Vorstellungen. Walter Stierli (vorne), Röbi Kiseleff, Irene Rubli, Madeleine Egli, Walter Gassmann, Vreni Vidiz, Vreni Schmid, Brunette Isler Stierli bilden zusammen mit andern eine Gruppe und setzen um, was sie sich wünschen. Bild: Francisco Carrascosa

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Eine, die genau weiss, was sie will, ist Irene Rubli. Seit sie im Oktober 2015 in ihre Wohnung an der Gartenstrasse 11 in Oberglatt eingezogen ist, hat sie einiges erreicht.»Ich sehe meine Aufgabe darin, zwischen den Leuten zu vermitteln und die Kommunikation anzukurbeln», erklärt sie. Zusammen mit andern hat sie bereits Ausflüge organisiert, auch Carfahrten waren dabei.

Auf einer solchen war auch schon Gemeindepräsident Werner Stähli dabei. Er ist gleichzeitig auch Präsident der Kommission 55 Plus und unterstützt die Eigeninitiative der Mieterinnen und Mieter im Zentrum Plus. «Man spürt sehr gut, dass sich eine Gemeinschaft bildet», sagt er. Er betont jedoch, dass die Aktivitäten, die dort stattfinden, allen Interessierten aus der Gemeinde offen stehen.

Mehrzwecksaal steht gratis zur Verfügung

Für Anlässe steht den Organisatoren aus den Reihen der Zentrum Plus Bewohnerinnen und Bewohner seit einiger Zeit der Mehrzwecksaal kostenlos zur Verfügung. Auch dafür hat sich Irene Rubli eingesetzt. Sie ist zufrieden mit dem, was sie erreicht hat und legt grossen Wert darauf, dass die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt und respektiert werden. «Wir haben zum Beispiel ein Regal für den Trockenraum in unserem Haus organisiert, damit wir unser Waschpulver dort aufbewahren können, wo es gebraucht wird», sagt sie.

Brunette Isler Stierli und ihr Mann Walter zählen ebenfalls zu den ersten , die im Zentrum Plus eingezogen sind. «Im Alter verbringt man mehr Zeit zu Hause, deshalb braucht man mehr Kontakte vor Ort», sagt sie. Die Leute in den 42 Wohnungen seien alle in der gleichen Situation. «Wir helfen uns gegenseitig.»

Wenn sie zur Sammelstelle für Altglas fährt, hängt sie einen Zettel mit der Info an Anschlagbrett. Wer will, kann seine leeren Flaschen bereit stellen, und sie nimmt alle mit. Brunette Isler Stierli besucht jeweils auch die Jassgruppe, die sich regelmässig trifft. «Ich spiele nicht mit, trinke aber einen Kaffee und unterhalte mich mit den Leuten.»

Simone Gatti kümmert sich im Auftrag der Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich (wsgz), welche die Oberglatter Siedlung Zentrum Plus realisiert hat, um auf die ältere Bevölkerung zugeschnittene Aktivitäten.»Ich höre mich um und finde heraus, welche Themen den Leuten unter den Nägeln brennen», sagt sie. Für das erste Adventsfenster im Dezember 2015 hat sie den Anstoss gegeben. «Doch im vergangenen Jahr liefen die Vorbereitungen dafür schon ganz ohne mein Zutun», erklärt sie.

Es sei das Ziel, dass sich die Leute ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend selber einbringen und etwas auf die Beine stellen. Das ist auch die Meinung von Irene Rubli. «Am Anfang fühlten wir uns fast etwas überfahren von den zahlreichen Vorschlägen von Simone Gatti», sagt sie. Doch mittlerweile habe man einen Weg gefunden, damit es für viele stimme. Die drei befragten Frauen sind sich einig: Gleichgesinnte finden sich und setzen ihre Ideen um.

Neue Gerantin im Café Plus will sich einsetzen

Eine Neuerung zeichnet sich im Café Plus ab. Die ehemalige Mitarbeiterin Erika Heckendorn ist seit kurzem Gerantin und will das Angebot den Wünschen der Kundschaft anpassen. «Im Moment können wir noch nicht viel mehr anbieten als Backwaren zum Znüni und Zvieri und einfache Gerichte zum Zmittag», erklärt sie.

Doch sie legt grossen Wert darauf, die Bewohnerinnen und Bewohner zu bewirten und auch Anlässe in ihren Räumlichkeiten durchzuführen. Der monatliche Mittagstisch findet jeweils an einem Donnerstag noch im Restaurant Castello statt, das nächste Mal am 19. Januar.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.01.2017, 17:35 Uhr

Infobox

Die nächste Veranstaltung im Mehrzwecksaal an der Gartenstrasse 9 im Zentrum Plus findet morgen Donnerstag, 12. Januar, um 14 Uhr, statt. Der von 55 Plus organisierte Spielnachmittag steht allen offen.

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