Bülach

Wie viel Schule auf das Guss-Areal kommt

Ab 2023 werden die Schülerzahlen deutlich ansteigen – jetzt hat der Stadtrat von Bülach die Prioritätenliste der Schulraumplanung vorgelegt: Für die nächsten drei Jahre steht der Südwesten im Fokus. Dann kommt der Norden.

Mitte November 2016 hatte das Stadtparlament mit 19 zu 9 Stimmen dem Kauf von 3700 Quadratmetern Land auf dem Guss-Areal für 3,3 Millionen Franken zugestimmt.

Mitte November 2016 hatte das Stadtparlament mit 19 zu 9 Stimmen dem Kauf von 3700 Quadratmetern Land auf dem Guss-Areal für 3,3 Millionen Franken zugestimmt. Bild: Madeleine Schoder / Archiv

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Die Stadt Bülach teilt sich in Sachen Schule in drei Schulkreise auf: Norden (Einzugsgebiet rund 6500 Einwohner), Südwesten (9700) und Südosten (3100). Während der Südwesten derzeit bezüglich Einwohner- und Schülerzahlen der mit Abstand grösste Kreis ist, dürfte der Norden kräftig aufholen.

Vor dem Hintergrund des im Entstehen begriffenen Stadtteils Nord hat das Gattiker Planungsbüro Daniel Christoffel vor einem knappen Jahr die «Schulraumplanung 2016» für Bülach vorgelegt. Auf Grundlage dieser Zahlen wurden nun vertiefte Abklärungen und Prognosen vorgenommen worden, die nun eine präzisere Strategie für die Schulstandorte zulassen.

Studie zu Guss-Potenzial

Was den neuen Norden angeht, kommt man nun zum Schluss, dass die bestehende Infrastruktur im Schulkreis die steigenden Schülerzahlen für die nächsten fünf Jahre noch auffangen könne ­– Ab 2023 würde aber die Steigerung derart massiv ausfallen, dass Neubauten im Bereich Hohfuri und oder im Guss-Areal «geplant und zu einem grossen Teil auch umgsetzt sein müssen».

Namentlich was das Guss-Areal betrifft, sollen nun die Möglichkeiten ausgelotet werden. Mitte November 2016 hatte das Stadtparlament mit 19 zu 9 Stimmen dem Kauf von 3700 Quadratmetern Land für 3,3 Millionen Franken zugestimmt. Der Stadtrat sah mit dem Kauf einen Auftrag des Gemeinderats aus dem Jahr 2014 erfüllt, strategische Landreserve für künftigen Schulraum zu erwerben.

Die Mehrheit der zuständigen Fachkommission I hatte sich indessen gegen den Kauf ausgesprochen, weil das Grundstück für die Realisierung eines so genannt «vollwertigen» Schulhauses (etwa inklusive Turnhalle, grossem Pausenplatz, etc.) offensichtlich zu klein ist. Diesem Argument hielt die Stadtregierung entgegen, dass eine «Nutzung als Schulraum» auch möglich ist, wenn es sich nicht um eine «vollwertige» Schulanlage handle.

Der Kauf kam zustande. Jetzt soll eine Studie zum Potenzial Klarheit über die mögliche Nutzung für Schulraum bringen. Konkret hat der Stadtrat den Bereich Liegenschaften der Stadtverwaltung damit beauftragt, in einer Studie zu ermitteln, wieviel Schulraum auf dem Grundstück maximal realisiert werden kann.

Zunächst kommt Böswisli

Für die nächsten drei Jahre, so geht aus dem Stadtratsbericht hervor, soll der Schulkreis Südwest im Fokus des schulraumplanerischen Efforts stehen; vordringlich sei dabei die Schaffung von Kindergartenräumen. Innerhalb des Gebiets Südwest habe das Areal Böswisli genügend Landreserve, um den Schulraumbedarf zu decken, schreibt die Stadtregierung.

In der Folge kippt sie das Gebiet Schritwisen, das noch im Planungsbericht 2016 als möglicher Schulstandort gehandelt worden war, «aufgrund der vorliegenden Fakten» aus der Diskussion. Wo Übergangslösungen gefunden werden müssen, da könnte das Schulhaus Schwerzgrueb (Schulkreis Südost) einige Schüler aus den Grenzregionen aufnehmen, um die Spitze der Belastung in den Gebieten Nord und Südwest zu entschärfen, heisst es im Stadtratsbericht weiter.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.04.2017, 17:11 Uhr

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