Schweiz bewegt

Ein Tal im Bewegungsrausch

Zum fünften Mal treten die Wehntaler Gemeinden sowie Steinmaur und Regensberg im Wettkampfum die Bewegungsminuten gegeneinander an. Die zentrale ­Frage lautet diesmal: Lässt sich Regensberg noch schlagen?

Bald heisst es wieder: Welche Gemeinde, wie hier Schöfflisdorf, kann ihre Bewohner am besten mobilisieren? Dabei helfen soll auch eine Rekordturnstunde.

Bald heisst es wieder: Welche Gemeinde, wie hier Schöfflisdorf, kann ihre Bewohner am besten mobilisieren? Dabei helfen soll auch eine Rekordturnstunde. Bild: Archiv / Urs Brunner

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vom 7. bis zum 13. Mai heisst es wieder: Jede Minute zählt. Während einer Woche können die Einwohner der Gemeinden Niederweningen, Schleinikon, Oberweningen, Schöfflisdorf, Steinmaur und Regensberg wieder ­Bewegungsminuten für ihre ­Gemeinde sammeln.Dabei standen ihnen noch nie so viele Bewegungsangebote wie diesmal zur Verfügung. Ganze 386 Angebote für Jung und Alt, Mamis und Papis, Kind und Kegel und selbst für Vierbeiner und ­ihre Herrchen stehen diesmal zur Auswahl. Ob Schnuppertauchen oder koreanischer Schwertkampf, Pingpong oder Yoga, eine E-Bike-Testfahrt oder Kirchturmbesteigung, Slackline oder Zumba, Kinderwagenspaziergang oder Dog-Walk, bei diesem Angebot dürfte jeder das Passende für sich finden. Und das ist auch das Ziel von Sportkoordinatorin Denise Girardet: «Wir wollen der Bevölkerung aufzeigen, was es alles an Bewegungsmöglichkeiten in der Nähe gibt.»

Wie in den letzten Jahren wartet das Programm auch diesmal mit diversen Highlights auf. Dazu zählt etwa das Eröffnungsfest in allen Gemeinden mit dem «Spiel ohne Grenzen» und dem Rekordversuch der «grössten Turnstunde der Schweiz». Welche Gemeinde bringt am meisten Bürger auf einen Platz, die in roten oder weissen T-Shirts gemeinsam eine Turnstunde absolvieren? Beim Rekordversuch treten die sechs Gemeinden nicht nur gegenein­ander an, sondern auch noch gegen 80 weitere Gemeinden aus der Schweiz.

Ein grosser Höhepunkt soll auch das Bewegungsfest am Schluss der Woche in Steinmaur werden. Mit viel Spiel und Spass, Olympiadeposten, diversen Darbietungen und Showblocks, Festwirtschaft und Rangverkündigung wird das Gemeindeduell beendet. Auch die Sportlerehrung sowie die Ehrung des Sportmachers, also von Mitbürgern, die sich seit langem mit viel Herzblut für den Sport einsetzen, findet am Steinmaurer Bewegungsfest statt.

Neu warten tolle Preise auf jene Teilnehmer, die einen persönlichen Bewegungsrekord aufstellen. «Für jemanden, der bisher kaum Sport trieb, kann der Rekord auch darin liegen, dass er für 30 Minuten spazieren geht», erklärt Girardet.

Warten auf Burgrutschbahn

Was die wohl spektakulärsten Highlights betrifft, da müssen sich die Bewohner Regensbergs wohl noch etwas gedulden. Geplant war zum einen eine riesige Rutschbahn von der Ober- zur Unterburg. Mit einem Untersatz hätten die Teilnehmer einen rund 40 Meter langen Holzkanal hinabschlittern können. «Wir hatten bereits das ganze Material für einen Probebau des Holz­kanals vor Ort. Dann mussten wir einsehen, dass es mit der Baustelle am Bellevue zu kompliziert geworden wäre», erklärt Organisator Marcel Lüthi. Gestorben ist das Projekt nicht. «Wir hoffen es an einem späteren Bewegungsfest realisieren zu können.»

Ins Wasser fiel auch der geplante Mega-Downhill. Dabei hätten die Teilnehmer mit Trottinett und Wägeli von Regensberg nach Schöfflisdorf hinabsausen können. Das Projekt kam jedoch mangels Geld und Helfern nicht zustande.

Favorit gibt wieder Vollgas

Nichtsdestotrotz hat Regensberg auch diesmal viel zu bieten. Zum Auftakt der Bewegungswoche verwandelt sich die Oberburg in einen Riesenspielplatz mit Jongleur, Einrädern, Schach und Feder­ball. Viel Stimmung verspricht auch der Duathlon-Event am Mittwoch. In der Badi wird zunächst der reibungslose Ablauf in der Wechselzone trainiert. Danach folgt das Rennen, mit Ziel­toren, vielen Zuschauern und viel Stimmung.

Nach dem letzten Duell 2014 stellt sich ohnehin die Frage: Lässt sich das Städtchen überhaupt noch schlagen? Regensberg nahm damals zum ersten Mal teil und gewann gleich haushoch. Über 17 000 Bewegungsstunden brachten die Bewohner zusammen, fast doppelt so viele wie das zweitplatzierte Schleinikon. «In einem kleinen Ort lassen sich die Leute viel einfacher mobi­lisieren», erklärt Lüthi das ­Erfolgsgeheimnis. Zudem sei Regensberg gut gestartet. «Beim Eröffnungsevent haben alle mitgeholfen, ein Waldsofa zu bauen, da brachten wir viele Bewegungsminuten zusammen.» Ein anderes Erfolgsrezept war die Early-Bird-Line mit Tai-Chi um 6 Uhr morgens. Das beliebte Angebot wird auch dieses Jahr weitergeführt.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.04.2017, 20:23 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.

Kommentare

Blogs

Den Knopf in der Kinderzunge lösen

Sonnenschutz Die Schattenseiten des Sonnenbads