Freienstein-Teufen

Nun wird mit Kompost gespült

Die Tössegg hat endlich eine öffent­liche Toilette. Abgesegnet wurde der Bau direkt vom Regierungsrat. Damit ist ein erster Eckpfeiler des Entwicklungskonzeptes für das beliebte Ausflugsziel umgesetzt.

Jojo Linder von der Firma Kompotoi präsentiert die Komposttoilette, die seine Firma bei der Tössegg installiert hat.

Jojo Linder von der Firma Kompotoi präsentiert die Komposttoilette, die seine Firma bei der Tössegg installiert hat. Bild: Sibylle Meier

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Regierungsrat Markus ­Kägi höchst­persönlich hat das neue öffent­liche WC bei der Töss­egg in Freienstein-Teufen genehmigt. 50 000 Franken hat es gekostet. Seit gestern steht es den Besuchern zur Verfügung. Es han­delt sich dabei nicht etwa um irgendein herkömmliches Scheisshäuschen, sondern um eine der ersten fest installierten öffentlichen Komposttoiletten im deutschsprachigen Raum.

Statt mit Wasser wird mit Holzschnitzeln gespült. Untergebracht ist das ­stille Örtchen in einem zuvor ungenutzten Holzschopf. «Da wir ­keine Wasser- und Stromleitungen verlegen durften, bot sich ein Kompost-WC an», erklärt Freienstein-Teufens Bauvorstand Hansjörg Bürgi. Die Gemeinde ist künftig für den Unterhalt zuständig, der Kanton übernimmt die Baukosten.Die WC-Anlage ist Teil des Entwicklungs­konzeptes Töss­egg, ­welches der Kanton und die ­Gemeinde zurzeit umsetzen.

Ebenfalls darin enthalten ist die Räumung des sogenannten Camping­platzes oberhalb der Bootsplätze. Die illegale und wild gewachsene Wohnwagensiedlung geht auf die 60er-Jahre zurück. Bis auf 14 Wohnwagen wuchs das Camp zwischenzeitlich an. Bei der Räumung im vergangenen März waren es noch ­deren elf.

Das belegte Land gehört je zur Hälfte dem Restaurant Töss­egg und dem Staat. Zwi­schenzeit­lich bezahlten die Bewohner einen Pachtzins an das Restaurant. Allerdings gab es nur mündliche Absprachen. Die Bewohner hielten sich laut Gemeinde­schreiber Marco Suter hauptsächlich an den Wochen­enden dort auf. Wohnhaft seien die meisten der Camper in Win­ter­thur gewesen.

Räumung verlief reibungslos

«Die Siedlung war beim besten Willen nicht bewilligungsfähig, da sie in einem naturgeschützten Gebiet liegt», erklärt ­Bürgi. Aufgrund des hohen Siedlungsdrucks sei man ausserdem auf ­jede vorhandene Landfläche als Erholungszone angewiesen. Die wilden Camper seien des­halb schon vor Jahren darauf hin­gewiesen worden, dass sie 2016 das Areal freigeben müssen.

«Am Ende verlief denn auch alles reibungslos», sagt der Bauvorstand. In Zukunft soll die Wiese der Bevölke­rung zur Verfügung stehen. Denkbar sind unter anderem Grillplätze. Festgelegt ist aber noch nichts. Projektverantwortlich ist der Kanton.

Ein weiterer Eckpfeiler des Entwicklungskonzeptes ist die Erweiterung des Parkplatzes. Diese ist ebenfalls bereits erfolgt. Nun ist der Kanton an der Reihe. Im letzten Herbst kündigte die Baudirektion an, wie der Ufer- und Hafenbereich neu gestaltet werden soll. Für Anfang nächsten Jahres ist ein Treffen sämtlicher Beteiligter angesetzt.

Dann wird besprochen, wie die Umsetzung erfolgen soll. Bei der Gemeinde rechnet man mit einer Reali­sierung innerhalb der nächsten Jahre. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 07.07.2016, 17:53 Uhr

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