Kloten

Unterländerinnen in arger Bedrängnis

Die Frauen von Züri Unterland verloren ihr Erstliga-Playoff-Finalhinspiel bei Obwalden 0:3.

Mirjam Fessler in der Annahme unter Druck, beobachtet von ihren Teamkolleginnen Alina Chicherio (von links), Joana Aebi, Chabeli Hasler (Nummer 8), Camila Addiechi und Fujan Fahmi.

Mirjam Fessler in der Annahme unter Druck, beobachtet von ihren Teamkolleginnen Alina Chicherio (von links), Joana Aebi, Chabeli Hasler (Nummer 8), Camila Addiechi und Fujan Fahmi. Bild: Dominic Staub

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Rückspiel nächsten Samstag um 13.30 Uhr in Kloten müssen die Unterländerinnen nun klar 3:0 gewinnen, um den direkten Aufstieg noch zu schaffen.

Trotz einer zwischenzeitlichen Aufholjagd verloren die Unterländerinnen den ersten Satz bei Obwalden vor 175 Zuschauern 20:25. Beim Spielstand von 12:18 vollzog VBCZU-Coach Vasi ­Koutsogiannakis seinen ersten Spielerwechsel. Dank der neu eingewechselten Joana Aebi, einer tollen Serviceserie sowie sensationellen Verteidigungsaktionen konnten sich die Zürcherinnen noch einmal fangen, schlossen bis zu 17:18 auf und zwangen den gegnerischen Coach zu einem Time-out. Danach aber begingen die Gäste zu viele Eigenfehler.

Im zweiten Satz zogen die Innerschweizerinnen nach einer 7:5-Führung noch deutlicher davon. Auch etliche Wechsel brachten nicht den gewünschten Erfolg für die Zürcherinnen. Volleya Obwalden gewann klar mit 25:16. Auch im dritten Satz verbesserte sich das Niveau bei den Zürcherinnen nicht genügend. Die Ballwechsel waren eher kurz und einfache Bälle konnten oft nicht verwertet werden. Es war nicht das Wochenende der Zürcherinnen. Zwar konnten sie den Rückstand immer wieder aufholen, unter anderem dank grossartigen Rettungsaktionen der beiden Liberas Camila Addiechi und Alina Chicherio. Zu viele Eigenfehler liessen es jedoch nicht zu, das gewohnte Spiel zu spielen und den eigenen Rhythmus zu finden. Der dritte Satz ging ebenso an die Obwaldnerinnen, diesmal mit 25:21.

Chance ist noch intakt

VBCZU-Trainer Vasi Koutso­gian­nakis stufte die Niederlage als auch in der Höhe «mehr als verdient» ein. «Wir haben ganz einfach nie ins Spiel gefunden.» Dabei hätten die Obwaldnerinnen so gespielt wie erwartet und sei die Unterländer Taktik eigentlich aufgegangen. «Wir haben tatsächlich so gut serviert, dass sie Probleme in der Annahme hatten und ihre Passeurin darum selten schnell über die Mitte spielen konnte» schilderte Koutsogiannakis. «Leider aber haben wir in dem einen Spiel so viele Eigenfehler gemacht wie in der ganzen Saison zuvor. So kann man nicht gewinnen.»

Der Trainer, der im Verbund mit Philipp Häring und Thomas Schmidli für das Team verantwortlich zeichnet, konstatierte eine fehlende Winner-Mentalität. «Unsere Frauen wollen natürlich immer gewinnen und gut spielen, aber sobald sie so auf Widerstände treffen und es nicht rund läuft, werden sie nervös und beginnen, an sich zu zweifeln.» Trotz des Dämpfers schätzt der Trainer die Chancen, den direkten Aufstieg in die NLB durch einen 3:0-Heimsieg mit klaren Satzergebnissen doch noch zu ­erreichen, auf 20 Prozent ein. «Im Rückspiel könnte es genau andersherum laufen: Obwalden hat viele junge Spielerinnen, wenn sie auswärts antreten müssen und unter Druck geraten, könnte für uns plötzlich wieder alles möglich sein.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.03.2017, 21:51 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.

Kommentare

Jetzt abonnieren!

Abonnieren und profitieren!

Jetzt abonnieren und profitieren!