Astronomie

Warum der Februar-Vollmond ziemlich düster sein wird

In der Nacht vom kommenden Freitag auf ­Samstag ereignet sich eine seltene totale Halbschatten-Mondfinsternis. Der Vollmond verfehlt den Kernschatten nur um Haaresbreite – und um Viertel vor 2 Uhr nachts verdüstert sich die obere Mondhälfte.

Die Halbschatten-Mondfinsternis, wie sie am 10./11. Februar zu sehen sein wird.

Die Halbschatten-Mondfinsternis, wie sie am 10./11. Februar zu sehen sein wird. Bild: Thomas Baer

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Auf seiner monatlichen Reise um die Erde kommt der Mond der Sonne gegenüber zu stehen. Dann haben wir Vollmond. Das ist in der Nacht vom Freitag, 10., auf Samstag, 11. Februar, wieder der Fall. Allerdings streift der Trabant diesmal den südlichen Bereich des Erdschattens. Es kommt zu einer tiefen Halbschatten-Mondfinsternis.

Der Mondaufgang ist am Freitagabend um 17.17 Uhr, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang. Der im Löwen stehende Vollmond steigt über dem Osthorizont immer höher in den nächtlichen Himmel, aber noch völlig unverändert. Erst um 23.32 Uhr beginnt er langsam in den Halbschatten der Erde einzutauchen; das ist allerdings noch nicht wahrzunehmen, da dieser Schattenbereich ausreichend Sonnenlicht bekommt, um den Mond nach wie vor hell scheinen zu lassen.

Erst gegen 1 Uhr, also bereits am Samstag, 11. Februar, werden aufmerksame Beobachter im linken oberen Bereich der Mondscheibe eine vorerst schwache Verdüsterung ausmachen können, die in der kommenden Dreiviertelstunde an Intensität gewinnt. Der nördliche Mondrand streift gegen 1.44 Uhr förmlich am Kernschatten vorbei, ohne diesen aber zu berühren. In diesem Moment steht die ganze Mondscheibe im Halbschattenkegel. Die Helligkeitsabnahme ist jetzt auch für jemanden, der das Ereignis nur flüchtig beobachtet, von blossem Auge zu erkennen.

Sternwarte bei gutem Wetter länger geöffnet

Das Ende der Finsternis wird so diskret kommen, wie die Finsternis begonnen hat. Je weiter sich der Vollmond wieder aus dem Halbschatten bewegt, desto schwächer wird auch der Grauschleier. Rein mathematisch endet das kosmische Schattenspiel gegen 3.56 Uhr – vom Beobachter bereits wieder völlig unbemerkt.

Die Schul- und Volkssternwarte Bülach bleibt am kommenden Freitag bei klarem Wetter ausnahmsweise bis über Mitternacht hinaus geöffnet. Wer die tiefe Halbschatten-Mondfinsternis erleben will, sollte sich gegen 1.30 Uhr in der Sternwarte einfinden. Auswärtige Besucher werden gebeten, ihre Fahrzeuge auf dem öffentlichen Parkplatz an der Bülacherstrasse (Bülach– Embrach) abzustellen und leise zur Sternwarte rüberzuspazieren. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 07.02.2017, 09:21 Uhr

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