Kloten

Gute Leistung in Davos bestätigen

Trotz des überraschenden 4:3-Sieges nach Penaltyschiessen am letzten Dienstag in Davos ist für Kloten eine NLA-Playoff- Qualifikation kaum mehr realistisch.

Erfreulich – der EHC Kloten (vorne mit Drew Shore) gab am vergangenen Dienstag in Davos (hinten mit Ahren  ­Spylo) mehrheitlich die Richtung vor. Die Unterländer gewannen 4:3 nach Penaltyschiessen.

Erfreulich – der EHC Kloten (vorne mit Drew Shore) gab am vergangenen Dienstag in Davos (hinten mit Ahren ­Spylo) mehrheitlich die Richtung vor. Die Unterländer gewannen 4:3 nach Penaltyschiessen. Bild: Keystone

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Das Gebäude am Waldeggweg 2 in Kloten ist kürzlich abgerissen worden. Dort befand sich viele Jahre die Geschäftsstelle der EHC Kloten Sport AG, ehe man ins Zentrum der Flughafenstadt umzog.

Gespielt und trainiert wird dagegen weiterhin in der Swiss-Arena weit oben im Hardwald. So auch gestern beim Abschluss­training vor den beiden Spielen gegen Bern und Biel. Es ist schon eine Zeit lang her, seit in diesem Stadion ein Ernstkampf stattgefunden hat. Am 4. Februar verlor hier der EHC gegen Langnau mit 2:3 nach Verlängerung. Noch weit länger muss man im Kalender ­zurückblättern, bis man auf den letzten Heimsieg stösst. Das war am 7. Januar gewesen, als Kloten das Derby gegen die ZSC Lions mit 3:1 gewinnen konnte. Danach folgten in der heimischen Swiss-Arena fünf Niederlagen (Lausanne, Bern, Davos, ZSC und Langnau) in Folge – mit einer solchen Heimbilanz kann man kaum in die Playoffs kommen. Immerhin gab es am vergangenen Dienstag wieder einmal ein Erfolgserlebnis, allerdings auswärts.

Den 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen beim HC Davos kam überraschend. Dass sich damit die Ausgangslage im Kampf um die Playoff-Qualifikation für den EHC entscheidend verbessert hätte, kann man nicht sagen. Bei vier ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand der Zürcher Unterländer auf den 8. Rang und den HC Lugano acht Punkte. Das ist praktisch nicht mehr aufzu­holen. Dessen ist sich auch EHC-Sportchef Pascal Müller bewusst, der aber noch nicht alle Hoffnungen aufgegeben hat: «Solange eine kleine Chance für die Playoff-Qualifikation besteht, glauben wir daran. Dass es schwer wird, ist uns allen klar, wir sind ja auf fremde Hilfe angewiesen. Es gehe jetzt ohnehin einfach darum, möglichst viele Punkte zu gewinnen, um sich auch für eine allfällige Abstiegsrunde eine gute Ausgangsposition zu schaffen», fügt Müller an.

Lob von Sportchef Müller

Der 10. Schlussrang würde danach für den vorzeitigen Klassenerhalt reichen und man könnte die Playouts oder gar die Ligaqualifikation vermeiden. Derzeit beträgt der Sicherheitsabstand zu Fribourg und dem 11. Rang neun Punkte, das ist kein schlechtes Polster. Dazu beigetragen haben die beiden Zähler, die Kloten in Davos gewonnen hat. Sportchef Müller glaubt, dass die Natipause dem Team gutgetan hat, und zeigt sich mit dem Auftritt im Landwassertal höchst zufrieden: «Wir haben uns in Davos nie aus der Ruhe bringen lassen und unser System durchgezogen. Die Defensive war gut, das Unterzahlspiel gar hervorragend.»

Jetzt muss Kloten eine gute Leistung aber auch einmal bestätigen können. Das war in der Vergangenheit nicht der Fall. Nach dem 3:2-Sieg in Lugano folgten fünf Niederlagen in Serie, nach dem 3:1-Erfolg über die ZSC Lions verlor man vier Spiele in Folge. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 17.02.2017, 10:03 Uhr

Eisbarometer

Die beiden Berner Teams liegen den Klotenern

Kader: Es fehlen weiterhin die beiden Verteidiger Lukas Stoop und Serge Weber.
Formstand: Der EHC Kloten hat mit einer starken Leistung und einem 4:3-Sieg nach Penal­tyschiessen am vergangenen Diens­tag in Davos ein deutliches Lebenszeichen gegeben. Torhüter Luca Boltshauser, der Amerikaner Drew Shore und der zweifache Torschütze Daniele Grassi fielen besonders positiv auf. Topskorer Drew Shore hat mit 24 Toren bislang am meisten Treffer erzielt, Vincent Praplan gab die meisten Vorlagen (24 Assists). Immer noch an vierter Stelle der Skorerliste findet sich der längst abgewanderte Tommi Santala mit 33 Punkten. Der Finne führt gar die Plus/Minus-Bilanz mit +14 an. Das zeigt, wie sein über­raschender Abgang das Team geschwächt hat.

Wissenswertes: Die beiden Berner Teams scheinen Kloten zu liegen. Gegen Meister und Leader SC Bern konnten die ­Zürcher Unterländer immerhin sieben von fünfzehn möglichen Punkten holen. Zudem weist Kloten gegen den SCB mit 18:12 gar ein positives Torverhältnis auf. Gegen Biel hat Kloten zwei von drei Begegnungen gewinnen können. Ausserdem konnte sich der EHC gegen die Bieler in den letzten drei Jahren im Cupwettbewerb stets durchsetzen. Weiter negativ bleibt bei Kloten dagegen die Bilanz bei Verlängerungen oder Penaltyschiessen. Nur vier- von vierzehnmal sicherte sich das Team von Pekka Tirkkonen den Zusatzpunkt. (wjs)

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