Kloten

Ehrliche Arbeit – schlechter Lohn

NLB-Aufsteiger Kloten verlor gegen Aïre-le-Lignon zu Hause 1:3. Die Genferinnen liegen ebenfalls hinten in der Tabelle. Sie haben sich aber während der Winterpause massiv verstärkt.

Harte Gegenwehr: Aïre-le-Lignons Captain Floriane Dulex stellt sich den Klotenerinnen Sonja Beer (Mitte) und Jessica Krebs in den Weg.

Harte Gegenwehr: Aïre-le-Lignons Captain Floriane Dulex stellt sich den Klotenerinnen Sonja Beer (Mitte) und Jessica Krebs in den Weg. Bild: Leo Wyden

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Die Klotenerinnen haben in der zweiten Rückrundenbegegnung ein beachtliches 1:1 beim Ranglistensechsten Thun erreicht. Doch die Freude beim Tabellenletzten mit lediglich zwei Zählern währte nicht lange. Die Unterländerinnen erfuhren, dass sich einer der beiden Hauptkonkurrenten ge­gen den Abstieg, Aïre-le-Lignon, mit vier rumänischen Nationalspielerinnen, die auch schon in der Champions-League eingesetzt wurden, verstärkt hat. Der Genfer Vorortsverein war gestern Sonntag in der Flughafenstadt zu Gast. Mit ihnen die Neuen Daniela Gurz, Andreea Corduneanu, Laura Libutti sowie Roxana-Mihaela Oprea. Wobei Goalie Oprea wegen einer leichten Verletzung nur auf der Bank Platz genommen hatte. Die vier sollen mindestens bis Ende Saison für Aïre-le-Lignon spielen.

Die Verstärkungen beim Gast schien den Unterländerinnen Re­spekt, ja gar Angst eingeflösst zu haben. Die Frauen von Trainer Peter Wartmann verschliefen die Startphase. «Wir hatten Mühe, ins Spiel reinzukommen. Die schnellen Genfer Stürmerinnen bereiteten uns Probleme», sagte der Coach nach Spielschluss. «Wir waren in den ersten Minuten nicht bereit», kritisierte Stürmerin Nadine Baker. Klotens neue Mittelverteidigerin Murielle Saxer meinte: «Wir standen zu weit vom Gegner weg und dann hat uns das frühe 0:1 etwas geschockt.»

In der 5. Minute bereits ging der Gast in Führung. Stark bei den Klotenerinnen danach war, dass sie ruhig und besonnen blieben. So hielt sich der Schaden in Grenzen. In der 21. Minute hatten die Gastgeberinnen insofern Glück, als ein Schuss von Corduneanu an den Innenpfosten flog.

Das Team von Trainer Wartmann kämpfte sich nach und nach ins Spiel zurück. Der1:1-Ausgleichstreffer kurz vor der Pause (42.) war zwar nicht das Resultat einer Drangperiode, aber trotzdem nicht ganz unverdient. Der Ausgleich verlieh Kloten Auftrieb. In der 52. Minute schoss Nina Suter gefährlich aufs Aïre-le-Lignon-Tor. Die Klotenerinnen hatten nun plötzlich dank schönen Ballstafetten viel Ballbesitz. In der 77. Minute liess Suter gar mit einem feinen Trick ihre Gegenspielerin ins Leere laufen.

Vom Zwischenhoch zum Genickschlag

So wie sich Kloten von der Dominanz der Genferinnen zu Beginn der Partie nicht einschüchtern liess, machten es auch die sehr konsequent zu Werke gehenden und beweglichen Westschweizerinnen. Als die Partie aus ihrer Sicht zu kippen drohte, schlugen sie eiskalt zu. In der 78. Minute erzielten sie nach einem Konter das 2:1. Die solidarisch auftretenden Klotenerinnen reagierten aber auch auf den zweiten Rückstand. Zu klaren Torchancen kamen sie indes nicht mehr.

Nadine Baker und Murielle Saxer waren sich nach dem Schlusspfiff einig, dass ein Unentschieden nicht unverdient gewesen wäre. Murielle Saxer, die ehemalige NLA-Spielerin von GC zum Unterschied zwischen Kloten und Aïre-le-Lignon: «Die Genferinnen wollten um jeden Preis, bei uns jedoch fehlte in der Vorwärtsbewegung die letzte Konsequenz.»

Am kommenden Sonntag spielt Kloten bei den FC-Zürich-Frauen U21. Gegen dieses Team haben sie in der Vorrunde 3:3 gespielt und den ersten NLB-Punkt überhaupt geholt. «Wir freuen uns alle auf das Derby», sagt Nadine Baker, die mit den FCZ-Frauen zweimal Schweizer Meisterin geworden ist. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.03.2017, 21:26 Uhr

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