Kloten

In Kloten steigt das Playoff-Fieber

Klotens Männer treten ab morgen Samstag zum NLA-Playoff-Viertelfinal gegen Lugano an. In der Best-of- 3-Serie wollen sie nach der zweiten Partie vom Sonntag, 18 Uhr im Zentrum Schluefweg den Halbfinal-Einzug feiern.

Volle Konzentration: Klotens Captain Denis Bernhard rechnet sich für sein Team vor dem Playoff-Viertelfinal gegen Lugano gute Chancen aus.

Volle Konzentration: Klotens Captain Denis Bernhard rechnet sich für sein Team vor dem Playoff-Viertelfinal gegen Lugano gute Chancen aus. Bild: Rosi Hohl

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Mit einem 6:3 im Heimspiel und einem 5:5 in der Rückrunde in Lugano endeten die Direktduelle beider Teams in der Qualifikationsrunde. «Wir müssen noch mal genau so spielen», rechnet Klotens Captain Denis Bernhard vor, «dann reicht es.» Tatsächlich gilt in den Playoffs im Schweizer Nationalliga-Tischtennis ein besonderer Playoff-Modus: Endet eine der beiden ersten Partien Remis und die andere mit dem Sieg einer Mannschaft, so ist die Best-of-3-Serie zu Ende und kommt die einmal siegreiche Equipe eine Runde weiter. Obwohl Kloten die Qualifikation mit einem Punkt weniger als die Südtessiner und damit einen Rang hinter ihnen auf Platz 5 beendete, glaubt Denis Bernhard fest daran, dass seinem Team dies gelingen könnte.

Der Optimismus des 22-jährigen Rorbasers nährt sich aus zwei Hauptquellen. Die wichtigste: Die Flughafenstädter können aller Voraussicht nach in Bestbesetzung, das heisst mit Bernhard selbst sowie den beiden ungarischen Spitzenspielern Daniel Zwickl und David Zombori, antreten. «Mit ihnen ist alles möglich und können wir gegen jede Mannschaft in der NLA mindestens ein Remis holen», sagt Bernhard. So spielte Kloten in der Qualifikation mit Zwickl und Zombori gegen den Titelverteidiger Wil SG beide Male 5:5 unentschieden und gegen den Qualifikationssieger Rio-Star Muttenz einmal. Dass die beiden ehemaligen ungarischen Nationalspieler für die Playoffs anreisen würden, galt nach der letzten Qualifikations-Doppelrunde indes noch als offen. Zum einen hatten Zwickl und Zombori vor der Saison lediglich für die Qualifikationsrunde fix zugesagt, zum anderen hatten auch sie schon davon erfahren, dass der mehrfache Schweizer Meister Elia Schmid in der kommenden Saison an ihrer Stelle für Kloten spielen wird (Ausgabe vom 13. April). «Sie verstehen das gut und sind deswegen keineswegs enttäuscht», kommentiert Denis Bernhard, «dass sie trotzdem die Playoffs spielen und sogar bis hin zu einem möglichen Final alle Termine zugesagt haben, zeigt, was für grossartige Sportsleute sie sind.» Beide wollten sich mit einem Erfolg aus Kloten verabschieden, «am liebsten natürlich mit dem Meistertitel», fügt Bernhard an.

Kein Selbstläufer

Den zweiten Grund für seine Zuversicht bringt der Klotener Captain Denis Bernhard ganz einfach auf den Punkt: «Lugano liegt uns.» Dies, weil im Team der Luganesi das Leistungsgefälle zwischen den beiden Spitzenspielern, dem Italiener Simone Spinicchia und dem Ungar Csaba Molnar, und der Nummer 3, Giu­glielmo Pinzoni, sehr gross ist. «So eine Konstellation ist gut für uns, da wir an einem normalen Tag alle drei gegen Pinzoni gewinnen sollten. Und dann fehlt nicht mehr allzu viel», schätzt Bernhard. Freilich weiss der 22-Jährige bei allem Optimismus auch, dass die Partien kein Selbstläufer werden. Das zeigte sich im Qualifikations-Rückspiel in Lugano. Dort gewann Giuglielmo Pinzoni sein einziges Einzel im gesamten Saisonverlauf – ausgerechnet gegen Klotens Nummer 2, David Zombori. Die Flughafenstädter sind gewarnt.

«Es müsste ein Wunder geben»

Auch Klotens Frauen starten morgen Samstag in die NLA-Playoffs. Im Gegensatz zu ihren männlichen Klubkollegen gehen sie bereits auf der Stufe Halbfinal in die entscheidende Phase – und gelten vor der Best-of-3-Serie mit dem Titelverteidiger und verlustpunktfreien Qualifikationssieger Neuhausen als krasse Aussenseiterinnen. Dies umso mehr, als die Flughafenstädterinnen auch noch ohne Spitzenspielerin Alexandra Tchalakian antreten, die in den Ferien weilt. «Wenn Neuhausens zwei starke Ausländerinnen spielen, müsste es schon ein Wunder geben, um weiterzukommen», meint Liza Schempp. Mehr Erfolg war der Team­leaderin punkto Kaderplanung für die kommende Spielzeit vergönnt. Neben Schempp selbst, die nach der Rückkehr von ihrem zweisemestrigen Studienaufenthalt in Paris dem Team wieder voll zur Verfügung stehen wird, haben auch Alex­andra Tchalakian und Auxanne Rebetez ­zugesagt, 2017/2018 weiter für Kloten zu spielen. «Ich habe mich sehr darüber gefreut», sagt Schempp, «jetzt haben wir drei motivierte Spielerinnen für die nächste Saison.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.04.2017, 18:40 Uhr

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