Freienstein-Teufen Zweites Dokumentarfilmfestival mit Schweizer Filmregisseuren
Ureinwohner, Urgesteine und Urgewalten
Vier Dok-Filme und vier Regisseure an zwei Abenden: Die Gruppe Film und Kultur, kurz fuk5, zeigt am 20. und 21. November Dok-Filme über Sturmjäger und Musiker im neuen Kino Freienstein.
Andrea Sailer
In den 1960er-Jahren haben sie musikalisch für Furore gesorgt. Nun steigen die Sänger und Musiker der Rocksteady-Ära nochmals auf die Bühne. (zvg)
Die Wurzeln des Reggae erkundet Regisseur Stascha Bader in seiner filmisch musikalischen Reise «Rocksteady – The Roots Of Reggae». Nach 40 Jahren kommen Musiker, Sängerinnen und Sänger der Rocksteady-Ära in Kingston, Jamaika, zusammen, um ihre Musik auferstehen zu lassen. Sie nehmen nicht nur ihre Instrumente hervor, sondern erzählen auch ihre Geschichten. «‹Rocksteady› ist ein Film über die Künstler aus dem Volk, die ein grossartiges Musikkulturerbe geschaffen haben, das Brücken zwischen den Menschen auf der ganzen Welt schlägt», beschreibt Bader seinen Film.
Dem Sturm auf den Fersen
Alle vier Dok-Filmer, die in Freienstein ihre Werke zeigen, erzählen vor Ort von ihren Dreherlebnissen und Begegnungen im Urwald, in der Wüste oder auf der Sturmjagd in der Schweiz. «Man kann hier Hintergrundinformationen aus erster Hand erfahren», sagt auch Bruno Streich von der Gruppe Film und Kultur (fuk5), die den Anlass nach 2007 zum zweiten Mal organisiert. Bewusst wurden dieses Mal Schweizer Filmschaffende eingeladen, ist doch die einheimische Dok-Filmszene stark.
Lisa Faessler hat mit ihrem Filmteam die indianische Bevölkerung im Bergmassiv Cutucú in Ecuador besucht. Das Gebiet der Ureinwohner ist in Gefahr, weil eine Strasse gebaut wird. Der Urwald im Amazonas wird abgeholzt.
Ein Künstlerporträt hat Martina Egi mit «Barfuss nach Timbuktu» geschaffen. Sie erzählt von Ernst Aebi, der 1987 auf dem Rücken eines Kamels in einer Oase in der Sahara strandete und ein Projekt zur Selbsthilfe ins Leben rief.
Der Hochfeldener Christian Matthys ist im Dok-Film «Dancing With The Storms» zu sehen. O’Neil Bürgi hat sich an die Fersen von Sturmjägern geheftet und berichtet von Naturgewalten und Nervenkitzel. (asa)
Dok-Filmfestival Am Freitag und Samstag, 20. und 21. November, findet das zweite DokFilmfestival im neuen Kino in Freienstein statt. Am Freitag um 18.30 Uhr läuft «Dancing With The Storms» von O’Neil Bürgi. Um 21 Uhr wird «Barfuss nach Timbuktu» von Martina Egi gezeigt. Am Samstag, um 18 Uhr, ist «Trans-Cutucú – zurück in den Urwald» von Lisa Faessler zu sehen, um 20.30 Uhr «Rocksteady – The Roots Of Reggae» von Stascha Bader. Alle vier Regisseure sind anwesend. Reservationen per E-Mail an kino@langfilm.ch oder telefonisch unter 044 865 66 71.