| FREITAG, 23. NOVEMBER 2007 FURTTALER |
| Regensdorf Mozart-Requiem in der reformierten Kirche aufgeführt
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| Höllenfeuer und Himmelsfreuden
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Monatelanges Üben wurde mit einem glanzvollen Konzert gekrönt. In einer voll besetzten Kirche liessen die Kantoreien Regensdorf und Niederurnen den Zauber von Mozarts Musik aufleuchten.
Ellen Jäggi |
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| Sowohl Orchester wie auch Chor überzeugten durch Präzision. |
«Wir sind gut vorbereitet», sagte der musikalische Leiter des Mozart-Projekts, Thomas Rink, zuversichtlich vor der Aufführung. Die gute Vorbereitung und die professionelle Durchführung des ambitionierten Projekts führten zu einem Konzerterlebnis auf hohem Niveau. Das Mozart-Requiem steht in der Publikumsgunst ganz weit oben, so war die Kirche mit 385 Zuhörerinnen und Zuhörern voll besetzt. Selbst die Orgelbank auf der Empore diente drei Zuhörern als Sitzgelegenheit.
Spürbare Einheit
Rund 80 Sänger und Sängerinnen aus zwei Chören hatten im Mai damit begonnen, sich schrittweise an das Werk heranzutasten. Die Totenmesse wurde von Mozart begonnen und nach seinem Tod von seinem Schüler Franz Xaver Süssmayr fertig gestellt. Die grosse Anzahl Sänger hat Thomas Rink im Laufe der Monate in ungezählten Proben zu einer Einheit zusammengeschweisst. Der Chor repräsentierte einen harmonischen Klangkörper von bemerkenswerter Qualität. Das Konzert begann mit der Motette «Ave verum» für Chor und Streichorchester. «La Chapelle Ancienne» ist ein Orchester, das auf Instrumenten in historischer Bauweise spielt. Es begleitete und unterstützte den Chor und die Solisten auf subtile Weise und trug zu einem einheitlichen Gesamtklang bei. Der warme und weiche Ton ihrer Instrumente kam im zweiten Stück, Adagio und Fuge in c-Moll, besonders zur Geltung. Hauptwerk des Konzerts war dann Mozarts Requiem, das sich hoher Publizität erfreut und so viele Sänger und Sängerinnen mobilisiert hat. Mit voller Konzentration und Musizierfreude begannen Chor und Orchester mit dem Introitus, in dem um ewige Ruhe und Licht für die Toten gebetet wird. Im weiteren Verlauf wurde vom Tag des Zorns gesungen, von durchdringenden Posaunen, peinigenden Flammen und ewigem Feuer. Es folgte die Bitte um Befreiung der Seelen und Bewahrung vor Hölle und Finsternis. Lob und Dank für Gottes Gnade, Licht und ewige Freuden beschlossen den dramatischen Text der Totenmesse. Die Vertonung von Mozart und seinem Schüler Süssmayr beinhaltet genauso viel Dramatik.
Intensive Ruhepunkte
Der Dirigent konnte sich auf seinen Chor verlassen, das Orchester spielte einfühlsam und präzise, das Solistenquartett sorgte für Ruhepunkte eindrücklicher Intensität. Martina Fausch (Sopran), Elisabeth McQueen (Alt), Andreas Gisler (Tenor) und Amadeus Bärtsch (Bass) überzeugten mit artikulierten Soli in grosser Strahlkraft und Präsenz. Der musikalische Leiter Rink hat zusammen mit Chor, Orchester und Solisten eine schwungvolle Interpretation des Mozart-Requiems zur Aufführung gebracht, die vom ersten Moment an überzeugte. Das Requiem-Projekt ist ein musikalisches Vorhaben, das sich über mehr als ein halbes Jahr erstreckt hat. Ein Organisationskomitee plante minutiös den Ablauf und die Durchführung des aufwendigen Projekts, das am Wochenende nicht nur in Regensdorf, sondern auch in Niederurnen aufgeführt wurde. Dank grossem Engagement vieler Helfer wurde aus der ursprünglichen Idee ein grosser Erfolg. |
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