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Papablog: Erfindungen für Eltern7 Dinge, die Papas Leben erleichtern

Blogger Tschannen sagt, welche Erfindungen sein Dasein revolutionierten – und wie sie noch zu toppen wären.

Früher machte man das am Füdli?! Eltern lieben das Ohrthermometer – und träumen vom Ohr-Fieberzäpfli.
Früher machte man das am Füdli?! Eltern lieben das Ohrthermometer – und träumen vom Ohr-Fieberzäpfli.
Foto: Getty Images

Kinder machen das Leben nicht gerade einfacher, aber viele praktische Erfindungen tun es. Heute jodle ich das Hohelied auf sieben Errungenschaften unserer Zivilisation und blicke kühn in die Zukunft.

Schneeanzug

Früher zwiebelte man sein Baby gegen die Kälte in 18 Schichten Flachslumpen. Heute reicht eine Windel und dann ab in den Schneeanzug. Ob es die Windel überhaupt braucht? What happens im Schneeanzug, stays im Schneeanzug.

Was fehlt: Ein Vakuumiergerät, das den Schneeanzug an den Körper saugt. Damit das Kind bei einem Sturz am Hang nicht wegrollt.

Ohrthermometer

Nichts gegen Ernst-Adolph Fuedli, den Erfinder des Fuedlithermometers. Aber zum Glück dachte jemand weiter: «Moment, Kinder haben viele andere Löcher, durch die man bequemer an ihre Kerntemperatur rankommt.» Das redundant an zwei gegenüberliegenden Körperseiten angelegte Ohr bot sich an.

Was fehlt: Das Fieberzäpfli fürs Ohr.

Akkusauger

Ein Kind ist wie eine Kreissäge, doch statt Sägemehl türmen sich Brotbrosmen rund um den Hochstuhl. Die Römer konnten sie noch bequem in den Lehm des Küchenbodens eintreten. Dann kam eine zweitausendjährige, mühsame Schüfeli- und Bäseli-Phase, bevor endlich der Akkusauger erfunden wurde.

Was fehlt: Analog zur modernen Schreinerei die integrierte Brosmenabsaugvorrichtung, direkt am Hochstuhl oder noch besser am Kind.

Babysitz

Letzte Woche erwarb ich im Gartencenter eine kleine Topfpflanze. Sie schletzte auf der Heimfahrt derart im Auto rum, dass sie zu Hause schlechter aussah, als der schittere Ficus, den sie ersetzen sollte. Leider wurde das Topfpflanzensitzli noch nicht erfunden, aber immerhin kugeln Babys während der Fahrt nicht mehr derart mühsam im Auto rum.

Was fehlt: Windeln mit integrierter Metallplatte und ein starker Elektromagnet im Babysitz, damit man nicht mehr gebückt am Fünfpunktgurt rumfummeln muss, während es einem kalt auf den ungesund gekrümmten Rücken regnet.

Zentralheizung

Heute schraubt man Babytürchen nur noch als Absturzsicherung an die Treppe. Früher brauchte man sie vor allen Räumen ohne Kachelofen, damit das Baby nicht in einen Bereich der Wohnung krabbelte, wo es jämmerlich erfroren wäre. Da lobe ich mir die Bodenheizung, bei der man sein Kind nur ab und zu wenden muss, damit es nicht anbrennt.

Was fehlt: Eine Heizung, die mir kalte Luft ins Antlitz bläst, sobald sie erkennt, dass ich – bereits in voller Wintermontur – schwitzend Beebers in seinen Schneeanzug presse.

Internet

Das grosse Kind schnupft, das kleine pfeift beim Schlafen aus dem Ohr. Früher war man vom Dorfschamanen abhängig. Der behandelte beides mit dem Rauch der Schafgarbe, worauf alle Anwesenden auch noch rasselnd husteten. Heute weiss das Internet rat: Das grosse Kind braucht Nasenspray und beim kleinen haben wir das Thermometer im Ohr vergessen.

Was fehlt: Eine Diagnoseschnittstelle am Kind, um es direkt ans Internet anzuschliessen.

Kinderwagen und Tragetuch

Kennt ihr diese Szenen in Asterix und Cleopatra, in denen schwitzende Ägypter an dicken Seilen Steinblöcke für die Pyramiden über den Boden ziehen? So hat man früher auch Babys fortbewegt, lange bevor Kinderwagen und Tragetuch erfunden wurden.

Was fehlt: Ein Exoskelett mit Sensoren, motorisierten Gelenken und einem Hirnimplantat, das es dem Baby ab Geburt ermöglicht, selbständig zu laufen. Für den Winter gerne im Schneeanzug integriert und natürlich mit Stahlplatte am Füdli für den Babysitz im Auto.

15 Kommentare
    Herbert Berger

    Eigentlich gibt es noch ein achtes, wichtiges, Ding, dass das Leben vom Papa erleichtert: Die Mama.