Winterthur

Afro-Pfingsten: Der Kanton springt ein

Nach dem Defizit die Erleichterung: Der Zürcher Regierungsrat hat den Afro-Pfingsten im Nachhinein 220'000 Franken aus dem Lotteriefonds zugesprochen.

Das Publikum kam, aber zu wenig zahlreich: Besucherinnen und Besucher an einem Afro-Pfingsten-Konzert in der Halle 53.

Das Publikum kam, aber zu wenig zahlreich: Besucherinnen und Besucher an einem Afro-Pfingsten-Konzert in der Halle 53. Bild: Heinz Diener

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Die 220?000 Franken aus dem Lottotopf sind für die Afro-Pfingsten überlebenswichtig. Veranstalter Tom Mörker spricht von einem «Defizit in sechsstelliger Höhe», das sein Musikfestival bei der 25. Austragung eingefahren hat. Die Konzerte über das Pfingstwochenende waren beim Publikum zu wenig gefragt. «Nicht einmal der legendäre Marley-Abend war ausverkauft», sagt Mörker. Und für das Programm am Sonntag habe man sogar nur 1000 von 3800 Konzertkarten verkauft.

Auch das Musikfestival Legends on Stage, das Mörker eine Woche später und ebenfalls in der Halle 53 veranstaltete, schrieb rote Zahlen. Ins Leben gerufen wurde es, um die technische Ausstattung der sonst als Parkhaus genutzten Industriehalle besser auszunutzen. Diese Strategie hat sich laut Mörker noch nicht ausbezahlt.

Die separat geführte Rechnung der Afro-Pfingsten sehe dank dem Beitrag aus dem Lotteriefonds jetzt okay aus, sagt Mörker, der wie die Medien erst gestern vom Regierungsratsentscheid Kenntnis nahm. «Wir gewinnen so etwas Luft.» Die Afro-Pfingsten 2016 seien nicht in Gefahr. Allerdings prüfe seine Agentur diverse Veränderungen. Denn Geld aus dem Lotteriefonds gebe es nicht jedes Jahr.

Zwei Millionen fürs Theater

Wie Afro-Pfingsten bekommen auch 17 weitere gemeinnützige Projekte Geld aus dem Lotteriefonds. Insgesamt verteilt der Regierungsrat in eigener Kompetenz zwei Millionen Franken. Zu den Empfängern gehört auch der Dampfbahnverein Zürcher Oberland, der für die Sanierung ungesicherter Bahnübergänge auf der Strecke Bauma–Hinwil 400?000 Franken erhält. Mit weiteren zwei Millionen Franken will der Regierungsrat das Theater Kanton Zürich unterstützen. Aufgrund der Beitragshöhe braucht es dafür aber noch die Zustimmung des Kantonsrates.

Erstellt: 16.07.2015, 21:05 Uhr

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