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Zeitreise BassersdorfAls die Swissair noch Geld hatte

Das Swissair-Personal konnte 1971 in Bassersdorf eine Freizeitanlage einweihen. Mit dem Niedergang der Airline waren neue Träger gefragt.

Das Gebiet Grindel in  Bassersdorf 1971.
Das Gebiet Grindel in Bassersdorf 1971.
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Luftbild Werner Friedli
Das gleiche Gebiet im Jahr 2020.
Das gleiche Gebiet im Jahr 2020.
Google Maps

49 Jahre sind zwischen diesen beiden Aufnahmen vergangen. Wenn es noch einen Beweis für die rege Bautätigkeit im Zürcher Unterland seit 1971 brauchte: Er wäre erbracht. Schier unglaublich, was auf den Wiesen und Äckern in den vergangenen fünf Jahrzehnten entstanden ist: links oben auf Klotener Grund und Boden die Industrie Steinacker, rechts daran angrenzend das Eurobus- und VGB-Depot, noch weiter rechts die Industrie Grindel und das Strassenverkehrsamt, alles in Bassersdorf. Bei ihrer Einweihung stand die Sportanlage der damaligen Freizeitorganisation der Swissair noch völlig einsam. Die Eisenbahnlinie war noch einspurig.

Grounding des Sponsors

Im Mai 1971, kurz zuvor war der erste Jumbo in Kloten gelandet, weihte die Freizeitorganisation der Swissair ihre eigene Sportanlage ein. Auf gut 40’000 Quadratmetern bot diese den damals 13’000 Mitarbeitenden die Infrastruktur für Fussball, Tennis, Handball, Basketball, Boccia, Tischtennis und Golf (Putting Green) sowie ein Restaurant. Rund 2,6 Millionen Franken kostete die Anlage. Die Betriebskosten schlugen jährlich mit 250’000 Franken zu Buche. Mit dem Ende der Swissair kam der Anlage der Hauptsponsor abhanden, und es musste eine neue Lösung gesucht werden. Die Gemeinde Bassersdorf engagierte sich ab 2002, anfänglich mit einem Beitrag von 50’000 Franken pro Jahr. 2003 stimmte das Bassersdorfer Stimmvolk dem Kauf der Anlage zum Preis von 4,14 Millionen Franken zu. Seit 2006 wird die Anlage unter dem Namen BXA betrieben.