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Streit um PornhubAm Pornozentralstrom

Viele Menschen bieten selbstgedrehte Amateur-Filme im Netz an. Doch Visa und Mastercard wollen nicht mehr mit dem Konzern hinter Pornhub zusammenarbeiten. Wem nützt das? Über eine Branche und ihre Plattform.

Verbotene Liebe? Die auf Pornhub tätigen Performer «My Sweet Apple».
Verbotene Liebe? Die auf Pornhub tätigen Performer «My Sweet Apple».
Foto: PD

Paolo schlief noch, deshalb sah Kim die Nachrichten auf Twitter zuerst. Seit Tagen hatten Gerüchte durch die Branche gewabert, nun war es offiziell. Visa und Mastercard kündigten die Geschäftsbeziehungen mit dem Pornoplattform-Konzern Mindgeek auf, stand dort. Eine Reaktion auf die Vorwürfe eines in der «New York Times» erschienenen Artikels mit dem Titel «The Children of Pornhub». Darin schildert der Journalist Nicholas Kristof Fälle junger Mädchen, deren Sexvideos gegen ihren Willen auf der Mindgeek-Plattform Pornhub gelandet waren, neben Videos wie denen von Kim und Paolo. «Wir haben gerade die Hälfte unseres Einkommens verloren», sagte Kim, als Paolo schliesslich aufgewacht war. Dann begannen sie, die Kameras in ihrem Schlafzimmer aufzubauen. Ein Arbeitstag lag vor ihnen.

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