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Eckart von Hirschhausen im Q&A«Anerkennen, dass man eine Krise hat, und weiteratmen!»

Hilft Humor in der Corona-Krise – und was ist normal im Ausnahmezustand? Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen empfängt zur Sprechstunde.

Eckart von Hirschhausen in Selbstquarantäne bei sich zu Hause, von wo aus er einen Video-Podcast produziert.
Eckart von Hirschhausen in Selbstquarantäne bei sich zu Hause, von wo aus er einen Video-Podcast produziert.
Foto: Marina Weigl

Haben wir Corona zu lange unterschätzt?

Ja, das haben wir in Deutschland. Die Schweiz war da schneller und konsequenter – und das sogar überkantonal. Respekt! Als Bühnenmensch gebe ich auch zu, dass ich zu Anfang die Schliessung der Theater für übertrieben hielt. Gerade weil so viele verschiedene Meldungen und Meinungen kursierten, neigt ja jeder dazu, sich die Berichte herauszusuchen, die einem in den Kram passen. Das ist menschlich, aber einer unserer grössten Denkfehler. Die Psychologen nennen das den «Bestätigungsirrtum». Aber in dieser Sache braucht es mehr aufrechte Haltung, seine Haltung zu ändern, wenn sich die Datenlage ändert. Da ich auch ausgebildeter Wissenschaftsjournalist bin, bewundere ich alle, die ihre eigene Unsicherheit im Erkenntnisprozess kommunizieren und erklären, warum sie ihre Meinung geändert haben. Das macht einen nicht unglaubwürdig, sondern glaubwürdiger als die, die schon immer alles richtig gewusst haben wollen.

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