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Mehr KompetenzenApotheken dürfen mehr Impfungen durchführen

Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Diphtherie – neu kann man sich dagegen auch in der Apotheke impfen lassen. Der Verband würde dies gerne gegen noch mehr Krankheiten tun dürfen.

Nicht nur in Corona-Zeiten gefragt: Apotheken sind auch Anlaufstellen für Impfungen.
Nicht nur in Corona-Zeiten gefragt: Apotheken sind auch Anlaufstellen für Impfungen.
Symbolbild: Keystone

Die Zürcher Apotheker erhalten ab Sommer mehr Kompetenzen: Neu dürfen sie nicht nur Grippe- und Zeckenimpfungen durchführen, sondern auch solche gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung sowie Hepatitis A und B.

Der Apothekerverband hätte gerne auch noch die Masernimpfung in sein Angebot aufgenommen. Hier winkte der Regierungsrat jedoch ab. Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen, die allesamt Totimpfstoffe seien, handle es sich bei der Masernimpfung um einen Lebendimpfstoff.

Impfungen mit Lebendimpfstoffen seien komplexer und anspruchsvoller und könnten bei falscher Indikation schwerwiegende Folgen haben, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Die Masernimpfung dürfe deshalb weiterhin nur in Arztpraxen durchgeführt werden.

Nur wenige Zwischenfälle

Im Kanton Zürich gibt es rund 160 Apotheken, die Impfungen anbieten. Der Kanton erlaubt ihnen dies seit knapp fünf Jahren. Die Erfahrungen damit sind gemäss Angaben des Kantons gut. Es seien auch nur sehr wenige medizinische Zwischenfälle aufgetreten.

Mit solchen niederschwelligen Impfangeboten will der Regierungsrat den Zugang zu Impfungen erleichtern und eine hohe Durchimpfungsrate erreichen.

SDA