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Coronavirus in der Region+++ Bachenbülach sagt Weihnachtsmarkt ab +++ Weiterer Todesfall im Kanton Zürich +++

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in der Region im Nachrichten-Ticker.

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Coronavirus beschert ZVV-Ferienpass Rekordzahlen

Wegen des Coronavirus blieben viele Zürcher Familien in diesem Sommer zuhause. Rund 31'000 Kinder und Jugendliche nutzten für ihre Ausflüge in die nächste Umgebung den ZVV-Ferienpass. Das ist über ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Klarer Spitzenreiter bei den Ausflügen, die mit dem ZVV-Ferienpass unternommen werden konnten, war der Zürcher Zoo mit der neuen Lewa-Savanne. Rund 7700 Kinder und Jugendliche nutzten den ZVV-Ferienpass für einen Eintritt dort. Hoch im Kurs standen auch die Gratiseintritte in rund 140 Schwimmbäder im Kanton.

Mit dem ZVV-Ferienpass können Kinder und Jugendliche alle öffentlichen Verkehrsmittel im Kanton Zürich nutzen. Zudem erhalten sie von Partnerunternehmen Gratisangebote und Vergünstigungen.

Winkel sagt Herbst- und Wiehnachtsmärt ab

Das Märtteam Winkel hat den Herbst- und den Wiehnachtsmärt für dieses Jahr abgesagt. Man habe verschiedene Möglichkeiten und Verianten geprüft, wie ein Markt unter den bestehenden Vorschriften druchgeführt werden könnte. Das Märtteam habe aber festgestellt, dass «ein entspanntes Zusammensitzen im Foyer mit Kaffee und Kuchen oder der heissen Gulaschsuppe unter freiem Himmel, das gemeinsame Singen, das Kasperlitheater für die Kleinen im Säli, das Samichlaussäckli verteilen mit einem herzlichen Händedruck vom Samichlaus, dass all das nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich wäre», schreibt das OK.

Bundesgericht tritt nicht auf Beschwerde von Maskengegnern ein

Das Bundesgericht hat entschieden, nicht auf die Beschwerde der Zürcher Maskengegner einzutreten. Die Beschwerdeführer wollten erwirken, dass die vom Zürcher Regierungsrat erlassene Maskenpflicht ausgesetzt wird.

Die Beschwerdeführer wehren sich eigentlich vor dem Zürcher Verwaltungsgericht gegen die regierungsrätliche Maskenpflicht. Nachdem das Verwaltungsgericht es in einem Zwischenentscheid abgelehnt hatte, die Maskenpflicht auszusetzen, bis es ein Urteil in dem Fall gesprochen hat, zog eine der Beschwerdeführer den Zwischenentscheid an das Bundesgericht weiter.

Dieses tritt darauf aber gar nicht erst ein, wie das Bundesgericht in seinem Urteil vom Donnerstag festhält. Denn es hebt einen Vorentscheid über vorsorgliche Massnahmen – wie die Gewährung oder den Entzug einer aufschiebenden Wirkung – nur dann auf, wenn dieser willkürlich erscheint.

Ausserdem hat es die Beschwerdeführerin versäumt, darzulegen inwiefern der Zwischenentscheid ihre verfassungsmässigen Rechte verletzt. Ihr werden die Gerichtskosten in Höhe von 1000 Franken auferlegt.

Seit dem 27. August gilt in Zürich eine Maskenpflicht für alle Läden in Innenräumen. Der Regierungsrat hatte sich dazu entschieden, nachdem die Corona-Ansteckungszahlen im Kanton wieder deutlich angestiegen waren. (SDA)

Weihnachtsmarkt Bachenbülach abgesagt

Der Weihnachtsmarkt in Bachenbülach ist dieses Jahr abgesagt. Die Arbeitsgruppe Wiehnachtsmärt habe sich in Absprache mit der Gemeinde zu diesem Schritt entschieden, heisst es in der Mitteilung.

Es habe sich herausgestellt, dass die Hygieneauflagen und die Abstandsregelung in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eine unbeschwerte Durchführung des Wiehnachtsmärts nicht zulassen. Die Verantwortlichen seien nicht in der Lage, die Vorschriften und Empfehlungen des BAG und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich durchzusetzen.

Zentralbibliothek Zürich führt Maskenpflicht ein

In der Zentralbibliothek Zürich (ZB) gilt ab 1. September in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen Maskenpflicht. Ausserdem werden die Kontaktdaten von allen Nutzenden erfasst. Für dem Besuch der Spezialsammlungen ist neu eine Online-Anmeldung erforderlich.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der steigenden Fallzahlen im Kanton Zürich hat die Direktion die Einführung der verschiedenen Massnahmen beschlossen, wie die ZB am Mittwoch mitteilte. Auch die Mitarbeitenden, die sich in öffentlichen Gebäudeteilen bewegen, tragen eine Schutzmaske.

Ein weiterer Corona-Todesfall im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist eine weitere Person an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 141, wie aus den Zahlen der Gesundheitsdirektion hervorgeht.

In den vergangene 24 Stunden wurden 48 neue Fälle registriert. Die Gesamtzahl stieg damit auf 5628 Fälle. Im Spital liegen derzeit 16 Infizierte. Davon müssen fünf künstlich beatmet werden.

Die Zahl der Infizierten ist in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen. Aus diesem Grund verhängte der Regierungsrat eine Maskenpflicht in Geschäften. Diese Massnahme gilt ab Donnerstag. Auch für Gastrobetriebe gelten wieder schärfere Regeln.

Restaurant werden neu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erheben. Bisher war das freiwillig. In Clubs, wo die Gäste frei zirkulieren, dürfen sich künftig nur noch 100 Personen aufhalten, im gesamten Gästebereich gilt die Maximalzahl von 300 Personen. (sda)

Hier geht es zu den aktuellen Zahlen aus Region und Kanton.

Das wars

Ab Donnerstag gilt in Geschäften eine Maskenpflicht, dazu sind Restaurants verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Kunden aufzunehmen. In Clubs gilt eine Personenbeschränkung von 100 Personen. Soweit die neuen Massnahmen, die die Regierung am Montag beschlossen hat.

Die Massnahmen gelten ab Donnerstag bis Ende September. Dann will man die Lage neu beurteilen, vor allem im Hinblick auf den Bundesratsbeschluss per 1.10. Grossveranstaltungen wieder zu erlauben. Damit ist die Pressekonferenz vorbei, man sehe sich Mitte September wieder, meinte Regierungsrat Fehr, dann wolle der Kanton über die nächsten Schritte informieren.

Die ganze Pressekonferenz zum Nachschauen gibt es in Kürze auch hier.

Fragen

1. Frage: Ersetzt die Maskenpflicht die Anstandspflicht? Die erste Frage zielt auf die Abstandspflicht. Kantonsärztin Meier sagt, die Maskenpflicht ersetzt die Abstandspflicht, aber am besten sei, wenn man beides einhaltet.

2. Wer kontrolliert das Einhalten der Maskenpflicht? Kontrolliert wird die Maskenpflicht durch die Polizei, diese sei aber das allerletzte Mittel, so Kommandant Keller.

3. Frage: Gilt die Masken auch für Wochenmärkte? Nein, die Maskenpflicht gilt nur in Innenräume.

4. Frage: Warum nur in Geschäften und nicht in allen Innenräumen? Rickli gibt zu, das ist ein Versuch. Man wolle so wenig Einschnitte wie möglich zu machen.

5. Frage: Verlangte der Führungsstab mehr Massnahmen? Nein, dies sei nicht der Fall gewesen.

6. Frage: Warum werden in Clubs eine Personenbeschränkungen und keine Maskenpflicht? Fehr weicht etwas aus, er sagt, man müsse nicht 100 Massnahmen beschliessen, sondern die richtigen.

7. Was ist mit dem Flughafen und den Bahnhöfen? Dort gilt keine Maskenpflicht, ausser im ShopVille und in den Geschäften. Es ist also eine etwas paradoxe Situation. Fehr betont aber: Es habe jeder die Möglichkeit eine Maskenpflicht zu beschliessen. Heisst: Der Flughafen Zürich könnte von sich aus eine Maskenpflicht beschliessen.

Regierung lobt sich und den Kanton

«Kein andere Kanton macht so viel wie der Kanton Zürich», sagt Fehr. Steiner will sogar wissen, dass der Kanton Zürich «neue Massstäbe» gesetzt habe.

Der Entscheid zu den neuen Massnahmen sei kein einfacher gewesen, so Steiner. Die Losung sei immer, so viel machen wie nötig und so wenig wie möglich. Man habe die Krise gut gemeistert, so die Regierungspräsidentin Steiner.

3 Verzeigungen wegen Verletzung von Quarantänevorschriften

Die Polizei kontrolliert angeordnete Quarantäne von Rückkehrern aus Risikoländer. Diese funktioniere sehr gut, sagt Fehr, viele halten sich an die Vorschriften. Lediglich drei Personen wurden verzeigt.

Auch die Kontrolle der Schutzkonzepte seien gut. Über 1000 Konzepte sind kontrolliert worden, in rund 150 Fällen hatten die Verantwortlichen etwas zu bemängeln. Dann habe man aber auf den Dialog gesetzt und weniger auf Bussen. Das Ziel sei es, dass das Schutzkonzept gut ist und nicht, dass Bussen ausgesprochen werden.

Nun darf auch noch Mario Fehr

Der Sicherheitsdirektor schaut als erstes zurück. Er ist der Meinung, dass man die letzten sechs Monate gut durch die Pandemie-Krise gekommen ist. Ein konsequenter Vollzug der Massnahmen sei entscheidend, sagt Fehr, dies habe man auch am Flughafen so gemacht.

Der Kanton Zürich mache laut Fehr viel mehr wie andere Kantone. Fehr, Steiner und auch Rickli halten aber Grossveranstaltungen ab Oktober für möglich.

Contact Tracing dauert mindestens 6 Tage

Bis die Contact Tracer die Gästeliste von Partyorganisatoren bekommen, daure es oftmals bis zu sieben Tag. Das habe nicht mit einem langsamen Contact Tracing zu tun, so Meier, sonder viel mehr mit der Inkubationszeit und dem Fakt, dass ein Patient bereits acht Tage vor den Symptomen das Virus insich tragen kann.

Das Contact Tracing sei aber eine gute Sache. Sie nimmt in der Folge das Contact Tracing in Schutz, dies funktioniere gut, die lange Dauer sei normal.

Kantonsärztin ist glücklich

«Ich bin sehr glücklich über die Massnahmen», sagt Kantonsärztin Christiane Meier. Es gäbe nicht die eine Massnahmen, um das Virus einzudämmen. Die Ärztin ruft nochmals die bereits bekannten Hygienevorschriften in Erinnerung.

Nun zieht sie eine Bilanz zum Contact Tracing. Man verzeichne eine Zunahme der Fallzahlen bei den jungen Personen. Darum treffen die Massnahmen auch die Clubs. Diese können zwar nichts dafür, so Meier, aber das Virus kann sich im Umfeld eines Clubs sehr gut ausbreiten.

Rickli nimmt die Gesellschaft in die Pflicht

Rickli ruft zur Selbstverantwortung auf und nimmt die Gesellschaft in die Pflicht. «Wir müssen draussen alles unternehmen, dass das Virus nicht wieder in die Altersheime kommt»

Die Maskenpflicht sei ein kleiner Beitrag, so Rickli, wir müssen an die Berufe denken, die immer eine Masken tragen, darum sei es zumutbar. Dazu soll die Maske sensibilisieren.

Ricklis Fazit: Die Massnahmen seien nötig, um das Virus zu kontrollieren.

Nun spricht die Gesundheitsvorsteherin

Man könne keine Entwarnung geben, sagt Nathalie Rickli. 11714Tests habe man letzte Woche gemacht, der Anteil der positiven Tests beträgt laut Rickli 3,6%. 4096 Personen sind in der Einreisequarantäne. In der Isolation aus dem Contact Tracing sind 515 Personen, in Quarantäne seien 861, so Rickli. Die hohe Zahl sei gut, sagt die Gesundheitsdirektorin, so könne das Virus eingedämmt werden.

Aber es sei vor allem für das Gewerbe schwierig, die Massnahmen sollen nun auch das Gewerbe etwas unterstützen.

In der Folge mahnt Rickli, man merke oftmals nicht mehr viel in der Gesellschaft von den Schutzmassnahmen, die Eigenverantwortung funktioniere nicht mehr richtig, darum müsse die Politik nun eingreifen.

Ausserordentliche Sitzung

Man habe die Situation im Griff, sagt Regierungspräsidentin Silvia Steiner. Trotzdem habe man weiter Massnahmen beschlossen. Der Sonderstab unter der Leitung von Bruno Keller habe diese beim Regierungsrat beantragt. Der Regierungsrat hat diese bei einer ausserordentlichen Sitzung heute beschlossen.

Ab Donnerstag gilt:

  • Gastrobetriebe müssen Kontaktdaten erheben
  • Nur noch 100 Personen im Clubs
  • Es braucht ein Schutzkonzept bei Veranstaltungen ab 100 Personen
  • Die Maskenpflicht in Einkaufszentrum wird eingeführt.
Der Kanton informiert

Der Regierungsrat hat um 16:30 Uhr zu einer Medienkonferenz geladen. Es werden Regierungspräsidentin Silvia Steiner, die Regierungsräte Nathalie Rickli (Vorsteherin des Gesundheitsdepartements), Mario Fehr (Vorsteher der Sicherheitsdirektion), sowie Christiane Meier (Kantonsärztin) und Bruno Keller, der Leiter des Sonderstabes Covid-19 auftreten.

Mehr ist im Vorfeld nicht in Erfahrung zu bringen, ob es zu einer Maskenpflicht kommt, ist bis jetzt reine Spekulation. Angesichts der Entwicklung der Fallzahlen ist dieser Schritt aber durchaus denkbar.

Waren- und Weihnachtsmarkt in Bülach abgesagt

Der traditionelle Herbst-Märt vom 3. November 2020 und der beliebte Weihnachtsmarkt vom 27. – 29. November 2020 finden nicht statt. Der Stadtrat von Bülach hat dies aufgrund der aktuellen Lage beschlossen. Der Schutz und die Gesundheit der Bevölkerung stünden für den Stadtrat im Vordergrund, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwochnachmittag.

Linke blitzt mit Forderung nach Gratismasken ab

Kantonsrat Als der Bund Anfang Juli wegen der Coronakrise die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln einführte, reagierten SP und AL rasch: Im Zürcher Kantonsrat reichten sie einen Vorstoss für die Abgabe von Gratismasken ein. Dieser ist gestern an der ersten Hürde gescheitert: Das Parlament verzichtete darauf, ihn für dringlich zu erklären. Lediglich SP und AL waren dafür. «Die Maskenpflicht kann zur finanziellen Belastung führen», sagte Leandra Columberg (SP, Dübendorf). «Daher fordern wird die kostenlose Abgabe von Masken, insbesondere im öV und an anderen Orten mit Maskenobligatorium.» Auch in den Kantons- und Berufsschulen gibt es inzwischen im Kanton Zürich eine Maskenpflicht. «Das kann ins Geld gehen», meinte Manuel Sahli (AL, Zürich). Doch GLP, Grüne, SVP sprachen sich grundsätzlich gegen Gratismasken aus. Die FDP fand, der Kantonsrat sei der falsche Ort für diese Forderung. Und laut CVP ist die Dringlichkeit schon vorbei. Damit ist der Vorstoss fürs erste vom Tisch. (mts)

Steigende Fallzahlen

Nachdem gestern Dienstag mit 64 Neuansteckungen die höchste Zahl seit Anfang April zu verzeichnen war, hat der Kanton Zürich auch heute Mittwoch 52 neue Covid-19-Infektionen vermeldet. Die Tendenz ist eindeutig steigend: