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Leben mit 3000 Franken pro MonatAuf Lohn verzichten und trotzdem verbilligte Prämien – wie ist das möglich?

Die Geschichte der Familie Tuil schlug Wellen: Sie lebt bewusst von wenig Einkommen, bezieht jedoch Prämienverbilligung. Einige Kantone berücksichtigen das bei der Berechnung.

Ihr bescheidener Lebensstil führt zu einem geringen CO₂-Verbrauch – und zur kantonalen Prämienverbilligung: Marie und Michael Tuil.
Ihr bescheidener Lebensstil führt zu einem geringen CO₂-Verbrauch – und zur kantonalen Prämienverbilligung: Marie und Michael Tuil.
 Foto: Dominik Plüss

Rund ein Viertel aller Schweizerinnen und Schweizer bezieht eine Prämienverbilligung. Die Idee dahinter: Menschen mit tiefem Einkommen sollen durch die Krankenkassenprämien weniger belastet werden. In den vergangenen Jahren stiegen diese regelmässig an. Aus diesem Umstand resultierten verschiedene politische Vorstösse, um die Krankenkassenprämien weiterhin bezahlbar zu halten: zum Beispiel die Kostenbremse-Initiative der Mitte oder die Prämien-Entlastungs-Initiative der SP.

Dabei steht allerdings nicht im Fokus, was passiert, wenn jemand freiwillig auf mehr Einkommen verzichtet. Bleibt dann der Anspruch auf Prämienverbilligung bestehen? Diese Frage stellten sich viele Leserinnen und Leser im Nachgang eines Porträts dieser Zeitung der Familie Tuil, die freiwillig mit wenig Einkommen auskommt. Dafür profitiert die Familie von einer Prämienverbilligung, die der Staat und somit die Allgemeinheit zahlt. So erhält sie laut eigenen Angaben 900 Franken daran bezahlt.

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