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Aktion gegen Corona-MassnahmenAufstand der Gastronomie schlägt im Unterland fehl

Fast ein Dutzend Betriebe im Zürcher Unterland haben angekündigt, am Montag an der Aktion «Wir machen auf» teilzunehmen. Ein Augenschein in Bülach zeigte das Gegenteil.

Das Storchen-Bistro in Bülach hält den Champagner für bessere Tage bereit. Am Montag war es – so wie alle Gastrobetriebe in Bülach – geschlossen.
Das Storchen-Bistro in Bülach hält den Champagner für bessere Tage bereit. Am Montag war es – so wie alle Gastrobetriebe in Bülach – geschlossen.
Foto: Sibylle Meier

Stellen Sie sich vor, der Aufstand beginnt an einem Montag – und niemand geht hin.

Die Protestaktion gegen die Corona-Massnahmen war gross angekündigt worden. Unter dem Motto «Wir machen auf» planten einige Wirtinnen und Gastronomen, am 11. Januar gegen die vom Bund verordneten Restaurantschliessungen zu protestieren. Gemäss der gleichnamigen Website sicherten ihnen rund 4400 Bürgerinnen und Bürger ihre Unterstützung zu – die wiederum erwarteten sehnlichst die Adressen der über 300 aufrührerischen Geschäfte, die sich angekündigt hatten.

Doch darauf folgte ein Kommunikationsflop. Zwar wurden am frühen Montagmorgen tatsächlich weitere Informationen aufgeschaltet. Und da hätte das Unterland manches hergegeben: Allein in Bülach waren sieben Betriebe aufgeführt, die sich der Schliessung widersetzen wollten. Auch aus der Klotener Innenstadt meldete sich ein Betrieb – laut eigener Angabe aus dem Sexgewerbe. In Opfikon versprach ein Spielwarengeschäft, bis nach 19 Uhr offen zu bleiben, und zwei weitere Läden hatten sich aus Bassersdorf und Regensdorf gemeldet. Doch da wurde es bereits schwierig: Weder die Art des Geschäfts noch eine ungefähre Öffnungszeit wurden kommuniziert, von einer Adresse ganz zu schweigen. Auf dem Kurznachrichtendienst Telegram überschlugen sich Kommentare frustrierter Unterstützerinnen. Von Hunger Geplagte konnten es also nur direkt auf der Strasse versuchen.

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