Blumen von Putin für verletzte Brigitte Macron

Der französische Staatschef Macron hat den Kremlchef eingeladen. Unter anderem wurde über ein Comeback Russlands in die G8 diskutiert – und wohl auch über einen Unfall.

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Fünf Tage vor dem G7-Gipfel in Frankreich ist Staatschef Emmanuel Macron mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengekommen. Während ihrer Gespräche hat Putin erklärt, dass Russland eine Rückkehr in die Gruppe führender Industrienationen (G8) nicht ausschliesse.

Russland habe nichts gegen eine Mitarbeit, sagte Putin am Montag in der Mittelmeerresidenz Fort Brégançon an der Riviera.

Russland hatte sich 2014 die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt. Daraufhin lehnten Deutschland, die USA und die anderen Mitglieder der Runde Putins Einladung zum G8-Gipfel nach Sotschi ab. Russland tat daraufhin den Gipfel als unwichtig ab. Seitdem tagen Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Kanada, die USA und Japan als G7-Gruppe ohne Russland.

Macron schlägt baldigen neuen Ukraine-Gipfel vor

Der französiche Präsident schlug Putin auf Fort Brégançon ein neues Treffen zur Ukraine-Krise «in den kommenden Wochen» vor.

An dem Vierer-Gipfel im sogenannten Normandie-Format sollen sich auch Deutschland und die Ukraine beteiligen. Putin sagte, er sei nach ersten Kontakten mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj «vorsichtig optimistisch», zu einer Annäherung zu kommen. Macron betonte, es gebe eine «echte Chance» auf Frieden in der Ukraine.

«Tief besorgt» äusserte sich Macron über die Lage in Syrien. Er appellierte an Putin, Druck auf den verbündeten syrischen Machthaber Baschar al-Assad auszuüben, die Bombardements in der Provinz Idlib zu beenden. Der vereinbarte Waffenstillstand müsse umgesetzt werden, betonte Macron. Putin unterstrich dagegen, Russland unterstütze Syrien im Kampf gegen «Terroristen».

Der G7-Gipfel beginnt ab Samstag im südfranzösischen Badeort Biarritz. Dazu erwartet Macron unter anderem US-Präsident Donald Trump und den britischen Premierminister Boris Johnson.

Sommerlicher Strauss für verletzte Brigitte Macron

Putin brachte Brigitte Macron bei seinem Besuch einen sommerlichen Blumenstrauss mit. Dabei fiel noch etwas anderes ins Auge. Bei der Ankunft in der Mittelmeerresidenz Fort Brégançon am Montagnachmittag trug die Première Dame eine dunkle Schlinge an ihrem rechten Arm.

Was war passiert? Wie das «Journal du Dimanche» berichtete, war die Ehefrau des Präsidenten am Freitag auf einem Boot gestürzt und hat sich dabei an der Schulter verletzt. Später posierte sie dann mit ihrem Ehemann Emmanuel Macron und Putin für die Fotografen ohne die Schlinge – dafür aber mit Blumenstrauss. (nag/AFP)

Erstellt: 19.08.2019, 18:43 Uhr

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