Kim ist zufrieden mit dem Test seiner «neuen Waffe»

Nordkorea hat den Waffentest bestätigt; es war bereits der sechste innerhalb weniger Wochen. US-Präsident Trump hält sich zurück.

«Haben Sie das gesehen?» Der Abschuss zweier Raketen, die 230 Kilometer weit geflogen und danach ins Meer gestürzt sind, bringt Kim und seine Gefolgsleute zum Strahlen. Bild: KCNA

«Haben Sie das gesehen?» Der Abschuss zweier Raketen, die 230 Kilometer weit geflogen und danach ins Meer gestürzt sind, bringt Kim und seine Gefolgsleute zum Strahlen. Bild: KCNA

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Einen Tag nach seinem jüngsten Raketentest hat Nordkorea von der Erprobung einer neuartigen Waffe gesprochen. Machthaber Kim jong-un habe auch den jüngsten Test beobachtet, berichteten die Staatsmedien am Samstag.

Der Test habe geholfen, «grösseres Vertrauen in dieses Waffensystem» zu zementieren. Die «neue Waffe» wurde allerdings nicht näher beschrieben.

Südkoreas Streitkräfte hatten die Vermutung geäussert, dass es sich bei den zwei Raketen, die Nordkorea am Freitag in Richtung offenes Meer abgefeuert hatte, um zwei ballistische Kurzstreckenraketen handelte. Tests mit ballistischen Raketen jeglicher Reichweite sind Nordkorea, das mehrfach Atombomben getestet hat, durch Uno-Resolutionen untersagt. Derartige Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Kim laut Staatsmedien zufrieden

Kim zeigte sich den Berichten zufolge wegen der «unerklärlichen und wunderbaren Erfolgsquoten», die das Militär bei den jüngsten Tests erzielt habe, zufrieden. Ziel sei es, «unüberwindbare militärische Fähigkeiten zu besitzen, die keiner zu provozieren wagt», wurde Kim zitiert.

Bereits in den Wochen zuvor hatte Nordkorea laufende Militärmanöver der USA mit Südkorea zum Vorwand genommen, mehrere Raketentests durchzuführen. Seoul hatte die Tests des abgeschotteten Nachbarlandes zuletzt als «Machtdemonstration» gegen die gemeinsamen Militärmanöver mit den USA gewertet.

US-Präsident Donald Trump äusserte sich bisher zurückhaltend. Er setzt darauf, dass Kim jong-un, mit dem er sich seit Juni 2018 bereits dreimal getroffen hat, die Verhandlungen über eine Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms wiederaufnehmen will. (nag/sda)

Erstellt: 17.08.2019, 08:21 Uhr

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