Nach Trump-Kritik: Instagram sperrt Konten von Generälen

Der US-Präsident hat die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft. Nun zieht die Social-Media-Plattform nach.

Beobachter glauben, dass die Konten der Generäle auch bei Twitter und Facebook gesperrt werden. Foto: Reuters

Beobachter glauben, dass die Konten der Generäle auch bei Twitter und Facebook gesperrt werden. Foto: Reuters

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Die Onlineplattform Instagram hat die Konten von mehreren Kommandanten der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gesperrt. Betroffen seien IRGC-Chef Mohammed Ali Dschafari und zwei weitere hochrangige Generäle, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Mittwoch.

Die Massnahme der amerikanischen Plattform sei im Einklang mit dem Beschluss von US-Präsident Donald Trump erfolgt, die Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Laut Mehr wurde auch die englischsprachige Seite von Anhängern des obersten iranischen Führers, Ayatollah Ali Khamenei, gesperrt.

Im Gegenzug US-Truppen auf Terrorliste gesetzt

Irans Telekommunikationsminister kritisierte Instagram mit einem Zitat des amerikanischen Schriftstellers George R.R. Martin: «Wenn Du einem Mann die Zunge herausreisst, beweist Du damit nicht, dass er ein Lügner ist, sondern teilst der Welt mit, dass Du davor Angst hast, was er sagen könnte», schrieb er auf seiner Twitter-Seite. Beobachter im Iran glauben, dass die Konten der IRGC-Generäle demnächst auch bei anderen sozialen Medien wie Twitter und Facebook gesperrt werden. Instagram ist neben Twitter die beliebteste App im Iran.

Die IRGC sind die Eliteeinheit der Streitkräfte im Iran und weitaus wichtiger als die klassische Armee. Der Iran hat Trumps Entscheidung verurteilt und seinerseits die US-Regierung zum Förderer von Terrorismus erklärt. Das iranische Parlament setzte ausserdem das US-Zentralkommando Centcom, das die amerikanischen Truppen im Nahen Osten führt, auf eine Liste mit Terrororganisationen. (step/sda)

Erstellt: 17.04.2019, 15:03 Uhr

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