Weil der Sprit fehlt, spannt Kuba Ochsen ein

Öllieferungen auf der Karibikinsel sind stark zurück gegangen. Bauern greifen auf altbewährte Methoden zurück.

Ein Bauer pflugt sein frisch gesätes Tabakfeld in Pinar del Rio, Kuba. Foto: David Silverman/Getty Images

Ein Bauer pflugt sein frisch gesätes Tabakfeld in Pinar del Rio, Kuba. Foto: David Silverman/Getty Images

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Wegen eines Mangels an Kraftstoff sollen in Kuba wieder Zugtiere in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Es sei der Gebrauch von rund 4000 Ochsengespannen beim Anbau von Zuckerrohr und anderen Lebensmitteln beschlossen worden, berichteten Staatsmedien am Donnerstag.

In den Berichten hiess es unter Berufung auf den Präsidenten der Zuckerbehörde Azcuba, Julio García Pérez, dass ausserdem weniger Dünger importiert und stattdessen Nebenprodukte der Zuckerherstellung benutzt werden sollen.

Der Staatschef der sozialistischen Karibikinsel, Miguel Díaz-Canel, hatte eine Woche zuvor Kraftstoffengpässe, vor allem beim Diesel, angekündigt und verschärfte Sanktionen der USA dafür verantwortlich gemacht. Washington setze Reedereien unter Druck, um die Versorgung der rund elf Millionen Einwohner zählenden Insel per Schiff zu verhindern, sagte der Präsident.

Kuba erhält aus Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter Ärzte und verkauft dieses, um sich Devisen zu beschaffen. Die schwere Krise in dem südamerikanischen Land hat aber auch die Karibikinsel getroffen - die Öllieferungen sind stark zurückgegangen.

US-Präsident Donald Trump hat die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama gegenüber Kuba zurückgedreht. Begründet wird dies mit der «Unterdrückung der Menschen Kubas» und der Unterstützung von Venezuelas umstrittenem Präsidenten Nicolás Maduro durch Kuba. (sda)

Erstellt: 20.09.2019, 14:57 Uhr

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