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Ägyptisches Gericht hebt Terrorurteil gegen Hamas auf

Ein ägyptisches Gericht hat die Einstufung der radikal-islamischen Hamas als Terrororganisation am Samstag wieder aufgehoben.

Zur Begründung hiess es laut der staatlichen Zeitung "Al-Ahram", diese Einstufung der im Gazastreifen herrschenden Palästinensergruppe sei im Februar durch ein unzuständiges Gericht vorgenommen worden. In Ägypten waren nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 Vorwürfe erhoben worden, dass die Mursi nahestehende Hamas in Terroranschläge in Ägypten verwickelt sei. Die Hamas dementierte das. Die Regierung in Kairo sieht in den im benachbarten Gaza-Streifen herrschenden Islamisten jedoch einen ständigen Unruhestifter. Die Hamas war vor Jahrzehnten aus der ägyptischen Muslimbruderschaft hervorgegangen, die dort inzwischen verboten ist. Bei einer fortbestehenden Einstufung der Hamas als Terrorgruppe hätte Ägypten jedoch in einem möglichen neuen militärischen Konflikt zwischen den Islamisten und Israel kaum noch vermitteln können. Bei früheren Kämpfen um den Gazastreifen hatte Kairo jeweils einen Waffenstillstand einfädeln können.

(SDA)

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