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Deutsche und Franzose im Irak zu lebenslanger Haft verurteilt

Zwei Europäer sind in Bagdad wegen IS-Mitgliedschaft verurteilt worden. Die Mutter der deutschen Frau ist die zunächst zum Tod verurteilte Jihadistin Lamia K.

Lebenslänglich sind in der Regel 20 Jahre Haft: Ein Soldat einer irakischen Spezialeinheit mit einer IS-Flagge in Mosul, Irak, am 10. Juli 2017.
Lebenslänglich sind in der Regel 20 Jahre Haft: Ein Soldat einer irakischen Spezialeinheit mit einer IS-Flagge in Mosul, Irak, am 10. Juli 2017.
Thaier al-Sudani, Reuters

Eine deutsche Staatsbürgerin ist am Montag im Irak wegen Mitgliedschaft in der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bei der Verurteilten, deren Namen das Gericht in Bagdad nur mit Nadia angab, handelt es sich um die Tochter der Deutsch-Marokkanerin Lamia K., die im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zunächst zum Tode verurteilt worden war. Das Urteil wurde später in lebenslänglich umgewandelt. Dies bedeutet im Irak in der Regel 20 Jahre Haft.

Das für Terrorismus zuständige Strafgericht in Bagdad verurteilte am Montag zudem den 58-jährigen französischen Staatsbürger Lahcen Gueboudj zu lebenslanger Haft. Auch ihm wurde vorgeworfen, sich dem IS angeschlossen zu haben.

Lamia K. und ihre Tochter Nadia sollen vor einem Jahr von irakischen Soldaten in der einstigen IS-Hochburg Mosul im Nordirak festgenommen worden sein. Lamia K. wurde im Januar vom Strafgericht in Bagdad zunächst zum Tod durch Erhängen verurteilt. Es handelte sich um das erste Todesurteil, das die irakische Justiz gegen eine europäische Frau verhängte. Im April wurde es in eine Haftstrafe umgewandelt.

AFP/sep

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