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Ermittlungen gegen Verdächtigen im Fall Chemnitz eingestellt

Einem der drei Beschuldigten konnte eine Beteiligung am tödlichen Messerangriff in Chemnitz, dem schwere Ausschreitungen folgten, nicht nachgewiesen werden.

Der Fall löste zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in Chemnitz aus, weil es sich bei den Tatverdächtigen mutmasslich um Asylbewerber handelte.
Der Fall löste zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in Chemnitz aus, weil es sich bei den Tatverdächtigen mutmasslich um Asylbewerber handelte.
Jens Meyer, Keystone

Das Ermittlungsverfahren gegen einen der Beschuldigten im Fall Chemnitz ist eingestellt worden. Eine Tatbeteiligung an dem tödlichen Messerangriff auf einen 35-Jährigen vor mehr als vier Monaten sei dem Iraker nicht nachzuweisen, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Freitag mit. Auch die Aussagen von Zeugen, die den Mann zunächst als Tatbeteiligten beschrieben hatten, hätten sich im Laufe der Vernehmungen nicht bestätigt.

Yousif I.A. war zunächst nach dem Tötungsdelikt vorläufig festgenommen worden, kam aber rund drei Wochen später aufgrund mangelnden Tatverdachts wieder auf freien Fuss. Dringend tatverdächtig sind in dem Fall weiter zwei Männer.

Tatverdächtiger auf der Flucht

Gegen einen erhob die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche Anklage unter anderem wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Er soll Ende August während eines Streits mit einem Messer auf den 35-jährigen Daniel H. eingestochen haben. Dieser starb unmittelbar nach der Tat. Ein weiterer Mann wurde durch Messerstiche verletzt.

Ein weiterer Tatverdächtiger ist nach wie vor auf der Flucht. Nach ihm wird seit Monaten mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Auch er soll mit einem Messer auf H. eingestochen haben. Der Fall löste zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in Chemnitz aus, weil es sich bei den Tatverdächtigen mutmasslich um Asylbewerber handelte.

AFP/sep

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