33-Jähriger zum neuen CDU-Generalsekretär gewählt

Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, erhielt 63 Prozent der Stimmen. Er ist ein Vertreter des konservativen Flügels.

Paul Ziemiak soll neuer CDU-Generalsekretär werden. Er ist seit 2014 Vorsitzender der Jungen Union, seit 2017 sitzt Ziemiak im Bundestag. (Video: Reuters)

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Der Chef der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Paul Ziemiak, ist neuer CDU-Generalsekretär. Die rund 1000 Delegierten des Hamburger Parteitages wählten ihn auf Vorschlag der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer am Samstag mit nur 62,8 Prozent.

Dieses Resultat ist ein deutlicher Dämpfer für Ziemiak. In seiner Bewerbungsrede hatte der 33-Jährige ein klares Bekenntnis zu klassisch konservativen Werten abgelegt. Er forderte eine Erneuerung der Partei mit einem klaren Kurs und einer klaren Sprache. «Wir müssen die Partei des Rechtsstaats sein.» Zur AfD abgewanderte Wähler wolle er zurückholen, «auch mit einem klaren Bekenntnis zu diesem Land».

Ziemiak sprach sich für eine konsequente Abschiebung terroristischer Gefährder aus, verwechselte in seinen Ausführungen allerdings den Fall des nach Tunesien abgeschobenen mutmasslichen Ex-Leibwächters von Osama bin Laden, Sami A., mit dem Attentäter vom Berliner Breitscheidtplatz, Anis Amri.

In der sozialen Debatte dürfe es nicht immer nur Superreiche und Hartz IV gehen . «Ganz normale Familien, diejenigen, die fleissig sind in diesem Land», müssten im Fokus stehen, sagte er. (anf/AFP)

Erstellt: 08.12.2018, 09:32 Uhr

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