In Italien kommen 80 Prozent weniger Asylsuchende an

Das italienische Innenministerium hat seine Jahresbilanz veröffentlicht. Die Zahl der Ankünfte von Flüchtlingen und Migranten hat sich stark verringert.

Wegen der niedrigeren Zahl von Ankünften sanken auch die Ausgaben für die Versorgung: Flüchtlinge warten vor Sizilien bis sie an Land dürfen. (Keystone/Archiv)

Wegen der niedrigeren Zahl von Ankünften sanken auch die Ausgaben für die Versorgung: Flüchtlinge warten vor Sizilien bis sie an Land dürfen. (Keystone/Archiv)

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In Italien kommen deutlich weniger Flüchtlinge und Migranten an. Ihre Zahl fiel von 42'700 auf 8691. Das berichtete das Innenministerium bei der Veröffentlichung seiner Jahresbilanz.

Die Zahl der geborgenen ertrunkenen Menschen sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 von 83 auf vier. Die Zahl der freiwilligen Heimführungen fiel von 1201 auf 555, was einem Rückgang von 53,8 Prozent entspricht.

36,8 Prozent der Migranten und Flüchtlinge, die 2019 in Italien gelandet sind, starteten von Tunesien und 22,3 Prozent aus Libyen. Mehr als die Hälfte aller Angekommenen stammte aus Tunesien, Pakistan und dem Irak.

Kosten für Versorgung stark gesunken

Die Zahl der eingereichten Asylanträge halbierte sich um 56 Prozent von 82'382 auf 36'250. 97'410 Asylgesuche wurden 2019 geprüft. Davon wurden 70 Prozent abgelehnt, wie das Innenministerium berichtete.

Wegen der niedrigeren Zahl von Ankünften sanken die Ausgaben für die Versorgung der Menschen. Wurden von 1. August 2017 bis Ende Juli 2018 noch 2,2 Milliarden Euro aufgewendet, waren es im vergangenen Jahr nur noch 501 Millionen Euro. Derzeit versorgt Italien 105'142 Migranten und Flüchtlinge, ein Drittel weniger als im Vorjahr. (red/sda)

Erstellt: 15.08.2019, 15:39 Uhr

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