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Europäische Länder eilen Schweden zu Hilfe

Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist zurückgegangen – auf 27. Doch die grössten vier Brandherde lodern weiter.

Die vier grössten Brände in Schweden sind nicht mehr kontrollierbar.
Die vier grössten Brände in Schweden sind nicht mehr kontrollierbar.
Mats Andersson/TT, Reuters
Eine Strasse ausserhalb von Ljusdal ist gesperrt. (18. Juli 2018)
Eine Strasse ausserhalb von Ljusdal ist gesperrt. (18. Juli 2018)
Maja Suslin/TT, Reuters
Seit Wochen hat es nicht mehr richtig geregnet.
Seit Wochen hat es nicht mehr richtig geregnet.
Mats Andersson/TT, Reuters
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Im Kampf gegen die starken Waldbrände erhält die schwedische Feuerwehr immer mehr Unterstützung aus anderen europäischen Ländern. 52 freiwillige Feuerwehrleute aus dem deutschen Bundesland Niedersachsen machten sich am Sonntagabend auf den Weg nach Schweden. Am frühen Montagmorgen trafen 30 auf Brandbekämpfung spezialisierte französische Soldaten auf dem Flughafen von Stockholm ein. 30 Brandschützer aus Südfrankreich folgten im Laufe des Tages.

Die Feuerwehrleute aus Niedersachsen machten sich mit neun Fahrzeugen auf den Weg nach Schweden. Vor Ort sind vor allem Löschfahrzeuge gefragt, die grössere Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können. Die Einheit aus Nienburg sei für eine Woche für den Einsatz in Schweden angefordert worden, teilte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit. Weitere Einheiten aus dem Grossraum Hannover stünden als Reserve für den Einsatz in Schweden zur Verfügung. «Der Gedanke der europäischen Solidarität ist für uns von besonderer Bedeutung», fügte Pistorius hinzu.

Frankreich hat neben rund 30 Soldaten und weiteren 30 Feuerwehrleuten bereits zwei Löschflugzeuge nach Schweden entsandt. Italien schickte ebenfalls zwei Löschflugzeuge in das skandinavische Land, Norwegen stellte acht Hubschrauber zur Verfügung. Schweden hatte im Rahmen des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus um Hilfe gebeten, weil es weitere Löschflugzeuge benötigte.

Zahl der Waldbrände zurückgegangen – auf 27

In Schweden wüten nach wochenlanger Trockenheit Dutzende Waldbrände. Berichte über Tote gab es bislang nicht. In der Stadt Uppsala nördlich von Stockholm herrschen derzeit 33 Grad Celsius. Seit Anfang Mai hat es in dem Land praktisch nicht geregnet.

Die Zahl der Waldbrände ist in den letzten Tagen allerdings deutlich zurückgegangen – obschon die vier grössten Brände wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm weiter wüten. Am Montagmorgen meldete die Notrufzentrale noch 27 Feuer im ganzen Land.

Zum Vergleich: In der vergangenen Woche waren es teils mehr als 70. Erfahrungsgemäss brechen tagsüber allerdings neue Brände aus, wenn die Temperaturen wieder steigen und Wind aufkommt.

Gefährliche Arbeit

Löschen konnten die Feuerwehren vor allem kleine Brände. Die vier grossen Brände sind ausser Kontrolle, die Rettungskräfte arbeiten nur noch daran, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Dafür schlagen sie beispielsweise Schneisen oder brennen Felder kontrolliert ab, so dass das Feuer dort keine Nahrung mehr findet.

Die Löscharbeiten sind nicht ungefährlich. Am Sonntagabend mussten vier Feuerwehrleute per Helikopter gerettet werden, weil sie von einem plötzlich wachsenden Feuer eingeschlossen wurden.

afp/sda/mch

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