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«Immer wenn gesprochen wird, ist es im Grunde gut für alle»

Fragestunde vor den Ferien mit Merkel: Erstmals nimmt die Kanzlerin Stellung zum Trump-Putin-Gipfel.

Noch einmal über alles reden, bevor man in die Ferien verreist: Angela Merkel stellt sich der riesigen Medienschar in Berlin.

«Ich finde, dass es wieder zur Normalität werden muss, dass russische und amerikanische Präsidenten sich treffen», sagte Merkel am Freitag in Berlin auf ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz, angesprochen auf den Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Sie freue sich daher über jedes Treffen.

«Immer wenn gesprochen wird, ist es im Grunde gut für alle», betonte Merkel. Die Kanzlerin hob in der Pressekonferenz die aus ihrer Sicht grosse Bedeutung des internationalen Multilateralismus für Politik und Welthandel hervor.

Am Montag hatten Trump und Putin ihr erstes bilaterales Gipfeltreffen in Helsinki abgehalten. Trump will sich nun noch in diesem Jahr erneut mit dem russischen Staatschef treffen.

Kritik am schroffen Ton im Streit mit der CSU

Am letzten Medienanlass vor den Ferien nahm Merkel auch Stellung zum Streit innerhalb der Union. Dabei kritisierte sie den harten Ton. Sie befürworte ganz klar, dass Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden, sagte Merkel. Die «Tonalität» des Konflikts sei aber teilweise «sehr schroff» gewesen.

Sie messe der Sprache eine «grosse Bedeutung» zu, und sie werde sich immer wieder gegen «bestimmte Erosionen der Sprache» wenden, hob die CDU-Vorsitzende hervor. Denn Sprache sei ein «Ausdruck von Denken», deswegen «muss man sehr vorsichtig sein». Insofern sei die Form, in der die Auseinandersetzung geführt worden sei, «sicherlich noch verbesserungsfähig».

Der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Zurückweisung bestimmter Flüchtlinge an der deutschen Grenze gefordert, im Zweifel auch im nationalen Alleingang. Da Merkel dies ablehnte, entwickelte sich ein heftiger Streit in der Union, der vonseiten Seehofers und seiner Partei in teilweise ungewöhnlich hartem Ton geführt wurde.

(AFP)

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