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Jemenitische Rebellen feuern Rakete auf Saudi-Arabien

Erstmals seit Beginn der Luftschläge auf den Jemen haben schiitische Huthi-Rebellen nach Angaben aus Riad und Sanaa eine Kurzstreckenrakete über die Grenze nach Saudi-Arabien gefeuert.

Ein Junge hält in Sanaa ein Schild hoch mit den Worten: "Ich will wieder zur Schule"
Ein Junge hält in Sanaa ein Schild hoch mit den Worten: "Ich will wieder zur Schule"
Keystone

Wie die offizielle Nachrichtenagentur SPA am Samstag berichtete, wurde das Geschoss vom Typ "Scud" vor dem Aufprall von der saudischen Luftabwehr abgeschossen. Die jemenitische Agentur Saba, derzeit von den Rebellen kontrolliert, meldete, dass die Huthis die Rakete auf einen Luftwaffenstützpunkt des benachbarten Königreichs nahe der Stadt Chamis Muschait gefeuert hätten. Die südliche Ortschaft liegt mehr als 200 Kilometer vom jemenitischen Ort Saada entfernt. Dort soll die Rakete mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern nach saudischen Angaben gestartet sein. Der Jemen hatte in der Vergangenheit Raketen aus Nordkorea bezogen, das auf der Scud-Technologie basierende Raketen herstellt. Bodenkämpfe an der Grenze In dem ärmsten Land Arabiens kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen Anhänger des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Der Staatschef ist nach Saudi-Arabien geflohen. Die Huthis werden nach Darstellung von Hadi vom Iran unterstützt. Seit dem 26. März bombardiert ein von Riad geführtes Bündnis Stellungen der Rebellen. Laut Nachrichtenagentur Saba haben Huthi-Aufständische und mit ihnen verbündete Milizen in der Nacht zum Samstag auch auf dem Boden saudische Grenzsoldaten angegriffen. Dabei hätten sie eine "grosse Zahl" von ihnen getötet, hiess es. Die saudischen Behörden meldeten am späten Freitagabend, dass an der Grenze ein Huthi-Angriff zurückgeschlagen worden sei und dabei vier saudische Soldaten getötet worden seien. Die Vereinten Nationen versuchen seit Monaten, in dem Konflikt zu vermitteln. Laut arabischen Medienberichten ist sowohl Hadi als auch die Huthi-Führung bereit, Delegationen zu Friedensgesprächen nach Genf zu schicken. Eine erste Runde war im Mai abgesagt worden. Bei dem Konflikt sind nach UNO-Schätzungen seit Mitte März rund 2300 Menschen getötet worden. Mehr als eine Million Jemeniten seien auf der Flucht.

SDA

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