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Kims Atomtest-Berg lässt Nachbarländer zittern

Der Kollaps eines Testgeländes könnte das nordkoreanische Atomwaffenprogramm nachhaltig beschädigt haben. Forscher befürchten den Austritt von Strahlung.

Kim Jong-un (r.) hat angekündigt, sein Atomtestprogramm auf Eis zu legen.
Kim Jong-un (r.) hat angekündigt, sein Atomtestprogramm auf Eis zu legen.
Wong Maye-E/AP
Nach Einschätzung von Experten dürften kaum Gelder für einen Wiederaufbau vorhanden sein.
Nach Einschätzung von Experten dürften kaum Gelder für einen Wiederaufbau vorhanden sein.
Ahn Young-joon/AP
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Laut chinesischen Messungen ist es vergangenen Herbst auf einem nuklearen Testgelände in Nordkorea zu einem grösseren Zwischenfall gekommen. Demnach soll der Berg Mantapsan, auf dem Kim Jong-un regelmässig Atomtests durchführen liess, kollabiert sein, wie die chinesische Zeitung «South China Morning Post» berichtet.

Das Testgelände liegt in der Nähe der chinesischen Grenze. Daten von über 2000 seismischen Messstationen lassen darauf schliessen, dass der Berg einstürzte, nachdem die Hitze einer 100-Kilotonnen-Bombe einen Hohlraum von rund 200 Metern Durchmesser erzeugt hatte.

Austritt radioaktiver Strahlung

Der nordkoreanische Machthaber hatte am vergangenen Samstag überraschend angekündigt, sein Atomprogramm bis auf weiteres auf Eis zu legen. Nach chinesischer Einschätzung könnte dies eine Reaktion auf den Kollaps des Testgeländes sein. Experten vermuten, dass dadurch Kims Atomtestprogramm nachhaltig beschädigt wenn nicht sogar zerstört wurde. Denn wegen der Wirtschaftssanktionen dürften nicht genügend Mittel für einen Wiederaufbau vorhanden sein.

Wissenschaftler befürchten nun, dass durch die Ritzen des eingestürzten Berges radioaktive Strahlung austreten und auf umliegende Länder übergreifen könnte. China fordert, dass internationale Forscher Zugang zu dem Testgelände erhalten, um das Ausmass der Gefahr zu untersuchen, schreibt die «South China Morning Post».

AFP/chi

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