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Tote und Verletzte bei mutmasslichen Anschlägen

Blut, bewegungslose Körper, dröhnende Helikopter im Herzen der britischen Hauptstadt: Mehrere Attacken erschüttern London. Scotland Yard geht erstmal von Terror aus.

Bewaffnete Polizisten vor dem Parlamentsgebäude in London.
Bewaffnete Polizisten vor dem Parlamentsgebäude in London.
Keystone

Wer in London lebt und sich täglich durch die Menschenmengen quält, hatte davor schon lange Angst: Was wäre, wenn sich mitten im Zentrum eine Terrorattacke ereignet?

Am Mittwoch war es im Regierungsviertel offensichtlich soweit. Genau vor dem Parlament und auf einer nahen Brücke. Eine Messerattacke, Schüsse, ein Auto, das in Fussgänger raste. Menschen lagen bewegungslos auf dem Boden, darunter Schwerverletzte. Mindestens zwei Menschen überlebten die Attacke nicht, berichten Medien.

Unübersichtliche Lage

Die Lage war zunächst völlig unübersichtlich. Helikopter dröhnten über dem Parlamentsgebäude, das an der Themse liegt. Polizisten jagten Fussgänger fort, das betroffene Areal samt Parlament wurde evakuiert. Rettungskräfte und Passanten kümmerten sich um die Opfer.

Was war passiert? Ein Angreifer soll auf dem Gelände des Parlaments einen Polizisten mit einem Messer angegriffen haben. Etwa zeitgleich raste ein Auto auf der Themsebrücke in die Fussgänger.

Standen beide Vorfälle miteinander in Verbindung? Sehr wahrscheinlich. «Wir behandeln dies als einen terroristischen Vorfall, bis wir etwas anderes wissen», teilte Scotland Yard auf Twitter mit. Unklar war zunächst, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelte.

«Meiden Sie den Parlamentsplatz, Whitehall, Westminster und Lambeth Bridge, Victoria Station bis zur Kreuzung Broadway und Victoria Embankment», riet Scotland Yard weiter. Ein grosses Areal. Einige U-Bahnhöfe wurden geschlossen; auch Touristengruppen sassen dort im Untergrund fest.

Touristen in Gefahr

Premierministerin Theresa May wurde vom Parlamentsgebäude in den Regierungssitz in der Downing Street 10 gebracht. Weder das Parlament noch May gaben zunächst Stellungnahmen ab. Die Lage war zu unklar. May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Auch viele Touristen waren potenziell in Gefahr, denn der Ort des Geschehens liegt in der Nähe vieler Attraktionen, etwa des Riesenrads London Eye, das umgehend geschlossen wurde.

Die Polizei rief Zeugen auf, ihre Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Gleichzeitig rief sie zur Zurückhaltung auf und bat darum, keine Bilder und Videos von Opfern in Umlauf zu bringen.

Ein Jahr nach Brüssel

Gibt es einen Zusammenhang mit einer anderen Attacke? Die Angriffe in London wurden auf den Tag genau ein Jahr nach islamistischen Attacken in Brüssel verübt. Am 22. März 2016 rissen drei Selbstmordattentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in der U-Bahnstation Maelbeek im Europaviertel 32 Menschen mit in den Tod und verletzten mehr als 300 weitere.

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