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Neuer Verdacht im Mord an maltesischer Journalistin

Laut einem Medienbericht sollen die Auftraggeber des Mordes an Daphne Caruana Galizia identifiziert worden sein.

Die 53-jährige Journalistin war durch eine unter ihrem Auto befestigte Bombe getötet worden: Kundgebung in Bidnija, Malta. (16. Oktober 2018)
Die 53-jährige Journalistin war durch eine unter ihrem Auto befestigte Bombe getötet worden: Kundgebung in Bidnija, Malta. (16. Oktober 2018)
Darrin Zammit Lupi, Reuters

Die mutmasslichen Auftraggeber der Ermordung der maltesischen Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia sind einem Medienbericht zufolge identifiziert worden. Caruana Galizia hatte auch den Korruptionssumpf in der Regierung unter die Lupe genommen.

Die Zeitung «The Sunday Times of Malta» berichtete am Sonntag unter Berufung auf ranghohe, namentlich nicht genannte Polizeivertreter, eine Gruppe von «mehr als zwei» maltesischen Staatsangehörigen habe die Ermordung Caruana Galizias in Auftrag gegeben.

Die 53-jährige Journalistin war am 16. Oktober 2017 durch eine unter ihrem Auto befestigte Bombe getötet worden. Caruana Galizia schrieb auf ihrem Blog unter anderem über Korruption, Geldwäscherei und Vetternwirtschaft – Skandale, in die auch Mitglieder der Regierung und des organisierten Verbrechens involviert sind.

Video – Festnahmen im Fall Galizia

Im Dezember 2017 nahm die Polizei mehrere Personen fest. Video: Tamedia/Reuters

Bislang sind drei Männer angeklagt, die Autobombe installiert und zur Explosion gebracht zu haben. Sie sitzen in Haft und warten auf ihren Prozess.

Der Sohn der Journalistin, der einflussreiche Personen hinter der Ermordung vermutet, hatte kritisiert, es sende ein «furchtbares» Signal, wenn nur diejenigen verurteilt würden, die die Bombe zur Explosion gebracht hätten.

Bilder – Bombenanschlag auf maltesische Journalistin

Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Sie schrieb pausenlos über die «Vetternwirtschaft, die hierzulande als normal akzeptiert wird»: Die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia. (Archiv)
Matthew Mirabelli, AFP
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
Ein Jahr nach dem Mord gedachten Menschen auf Malta der Journalistin. (16. Oktober 2018)
John Borg, Keystone
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
«Der Stift wird die Angst besiegen»: Auf allen maltesischen Zeitungen prangte am 22. Oktober dieses Titelbild.
Matthew Mirabelli, AFP
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SDA/ij

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