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«O‘a spacest is»: Viel Spott für Bayerns Raumfahrtplan

Der Freistaat will die Entwicklung unbemannter Flugkörper vorantreiben. Dem Ministerpräsidenten Markus Söder wird Grössenwahn vorgeworfen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder präsentiert die Pläne für das bayerische Raumfahrtprogramm – mitsamt seinem Konterfei als Logo. (Bild: Twitter/Jane Doe)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder präsentiert die Pläne für das bayerische Raumfahrtprogramm – mitsamt seinem Konterfei als Logo. (Bild: Twitter/Jane Doe)

Mit einem mehr als 700 Millionen Euro schweren Förderprogramm will die bayerische Staatsregierung den Freistaat zum Luft- und Raumfahrtstandort Nummer eins in Deutschland machen. Das Kabinett hat am Dienstag in München die auf zehn Jahre angelegte Strategie mit dem Titel «Bavaria One» beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder weibelt am meisten für das Raumfahrtprogramm.

«Bavaria One» sei kein Hirngespinst, sondern ein strategisches Technologiekonzept, das wirtschaftliche Anbindung und wissenschaftlichen Nutzen bringe, äussert sich Söder über das Projekt. Es sei eine Konzeption, die darauf aus sei, durch Beobachtung aus dem Weltall Lösungen für bayerische und auch ganz praktische Probleme entwickeln zu können, so der CSU-Ministerpräsident weiter.

In einem Tweet von Söder ist er selbst bei einer Rede zu sehen, in der er die Raumfahrtstrategie verteidigt; im Hintergrund hängt ein überdimensionales Bild von Söder und das Logo von «Bavaria One».

Die Kritik folgte prompt und von allen Seiten. Für Hubert Aiwanger, Fraktionschef der Partei Freie Wähler Bayern (FW), müsse das Projekt den Namen «Bavarian Grössenwahn» statt «Bavaria One» tragen. Bayern solle erst mal die nahe liegenden technischen Probleme des Wirtschaftsstandortes lösen, bevor man die Staatskasse ruiniere und in den Weltraum abhebe, so Aiwanger. In einem Tweet nannte er Söder zudem als Mr. Spock.

Seitens der SPD heisst es, dass es sich nur um eine grossspurige Ankündigung handle und der linke Bundestagsabgeordneter Andreas Wagner schreibt, er könne nur den Kopf schütteln: In München bekäme es man nicht mal hin, dass die S-Bahn pünktlich fahre.

Doch damit nicht genug der Kritik und des Spottes in den sozialen Netzwerken. Hier einige weitere, auserwählte Tweets:

Der Affe

Major Söder

Raumschiff Söderprise

Hinterm Mond

Juso-Chef Kevin Kühnert kommentierte Söders Tweet ebenfalls.

O‘a spacest is

Laut «Augsburger Allgemeine» wäre Söder gerne Astronaut geworden. Dies könnte auch erklären, weshalb er die Kritiken massiv zurückweist. Bayern werde auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es den Blick in die Zukunft wagt. Es gehe nicht darum «Star Trek» zu machen. Man gehe ins Weltall, «um einen besseren Blick auf die Welt zu bekommen, einen besseren Blick für die kleinen Probleme, die wir hier haben», so Söder.

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