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Paketbomber legte in Video Geständnis ab

In der texanischen Hauptstadt hat sich ein 23-jähriger Bombenleger selbst in die Luft gesprengt. Ein Handyvideo liefert Details zu seinen Taten.

Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Austin hat sich der 23-jährige Täter selbst in die Luft gesprengt.
Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Austin hat sich der 23-jährige Täter selbst in die Luft gesprengt.
Scott Olson/Getty Images
Die Polizei kam dem Bombenleger mithilfe von Überwachungsvideos, Handysignalen und Zeugen auf die Spur.
Die Polizei kam dem Bombenleger mithilfe von Überwachungsvideos, Handysignalen und Zeugen auf die Spur.
Scott Olson/Getty Images, AFP
Die beiden Pakete explodierten zehn Tage, nachdem bereits am 2. März eine Paketbombe vor dem Eingang eines von Afroamerikanern bewohnten Hauses in Austin platziert worden war. Beim ersten Vorfall wurde der 39-jährige Afroamerikaner Anthony Stephan House getötet.
Die beiden Pakete explodierten zehn Tage, nachdem bereits am 2. März eine Paketbombe vor dem Eingang eines von Afroamerikanern bewohnten Hauses in Austin platziert worden war. Beim ersten Vorfall wurde der 39-jährige Afroamerikaner Anthony Stephan House getötet.
Suzanne Cordeiro, AFP
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Der mutmassliche Bombenleger von Austin hat ein 25-minütiges Handyvideo hinterlassen. Die Polizei stuft dieses als Geständnis ein. Im Video spreche der Täter über Details zu den von ihm gebauten Waffen. Angaben zu einem möglichen Motiv mache er aber nicht.

Der 23-jährige Mann hatte das Video aufgezeichnet, nur Stunden bevor er sich am Mittwoch bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in einem Auto in die Luft sprengte. Der Chef der Polizei von Austin erklärte danach, es schien, als hätte der Täter geahnt, dass er geschnappt werden würde.

Video nicht veröffentlicht

Der Polizeichef bezeichnete die Aufzeichnung als «Aufschrei» eines sehr geforderten jungen Mannes, der über die Herausforderungen im eigenen Leben spreche. Die Behörden wollen das Video nicht veröffentlichen.

Die Polizei kam dem Bombenleger mit Hilfe von Überwachungsvideos in Läden, Handysignalen und Zeugen auf die Spur. Diese hatten den Mann beobachtet, wie er mit einer blonden Perücke und mit Handschuhen Pakete aufgab.

Serie von Paketbomben

In Austin waren in diesem Monat drei Paketbomben explodiert. Sie töteten zwei Menschen, zwei wurden schwer verletzt. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 17-jährigen und einen 39-jährigen Schwarzen.

In der Nacht zu Montag explodierte eine vierte Bombe in einem Wohngebiet am Strassenrand. Sie war anderer Machart. Zwei arglose Männer, die dort ihre Fahrräder entlang schoben, lösten einen Stolperdraht aus. Beide wurden verletzt.

In die Luft gesprengt

Am Dienstag war die rätselhafte Serie weitergegangen: Zuerst explodierte ein Paket bei der Filiale eines Logistikers nahe San Antonio. Am Abend war ein weiteres Paket in einem Versandzentrum gefunden worden, das eine nicht explodierte Bombe enthalten haben soll.

Anfang der Woche kamen die Ermittler dem mutmasslichen Täter auf die Spur. Dieser sprengte sich bei einer Verfolgungsjagd in seinem Auto in die Luft, wie die Polizei am Mittwoch bekanntgab.

SDA/chi

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