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Rizin-Verdächtiger plante Anschlag an «belebtem Ort»

Der in Köln festgenommene Tunesier soll mit Komplizen Pläne für zeitgleiche Bombenanschläge in Deutschland und Tunesien geschmiedet haben.

Der Verdächtige liess sich die Rizinus-Samen über Amazon nach Hause liefern: In diesem Kölner Wohnblock soll er eine Giftküche betrieben haben. (15. Juni 2018)
Der Verdächtige liess sich die Rizinus-Samen über Amazon nach Hause liefern: In diesem Kölner Wohnblock soll er eine Giftküche betrieben haben. (15. Juni 2018)
Henning Kaiser, AFP
Der Verdächtige nutzte zwei Wohnungen im gleichen Block: In einer lebte er mit der Familie, die andere nutzte er als Bombenwerkstatt.
Der Verdächtige nutzte zwei Wohnungen im gleichen Block: In einer lebte er mit der Familie, die andere nutzte er als Bombenwerkstatt.
Michael Gottschalk, AFP
Gegen den 29-Jährigen besteht darüber hinaus ein Anfangsverdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Gegen den 29-Jährigen besteht darüber hinaus ein Anfangsverdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Sascha Steinbach, Keystone
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In Tunesien sind zwei mutmassliche Komplizen des Tunesiers festgenommen worden, der sich in Köln Rizinussamen für den Bau einer biologischen Bombe besorgt haben soll. Wie das Innenministerium in Tunis am Freitag mitteilten, hatten die beiden Verdächtigen Verbindungen zu dem in Deutschland festgenommenen 29-jährigen Seif Allah H.. Sie wurden am 26. Juli inhaftiert und sollen mit H. Anschlagsvorbereitungen getroffen haben. Der im Juni in Köln-Chorweiler festgenommene H. hatte hochgiftiges Rizin hergestellt.

Nach aktuellen Erkenntnissen der deutschen Bundesanwaltschaft plante er einen Anschlag an einem gut besuchten Ort. Der Tunesier habe «an einem geschlossenen und belebten Ort» einen Sprengsatz mit einer mit Rizin präparierten Splitterladung zünden wollen, teilte die Behörde am Freitag in Karlsruhe mit.

Nach Angaben des tunesischen Innenministeriums soll sich einer der Verdächtigen mit H. verabredet haben, zeitgleich Bombenanschläge in Deutschland und Tunesien zu verüben. Der zweite Beschuldigte soll für seinen in Köln lebenden Landsmann einen gefälschten Pass vorbereitet zu haben, um diesem die Flucht in andere europäische Länder zu ermöglichen.

(AFP)

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