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Russland dementiert Kampfeinsätze in Zentralafrika

Moskau wirft den Medien vor, die Realität des russischen Engagements in der Zentralafrikanischen Republik zu verzerren. Militär nehme nicht an Kämpfen teil.

Fotos der Journalisten v.r.n.l: Orchan Dschemal, Kirill Radtschenko, Alexander Rastogujew. (1. August 2018)
Fotos der Journalisten v.r.n.l: Orchan Dschemal, Kirill Radtschenko, Alexander Rastogujew. (1. August 2018)
Maxim Shemetov, Reuters
Der als Dokumentarfilmer bekannte und in Zentralafrika getötete Journalist Alexander Rastogujew im Januar 2011 in Moskau.
Der als Dokumentarfilmer bekannte und in Zentralafrika getötete Journalist Alexander Rastogujew im Januar 2011 in Moskau.
Alexei Maishev, Keystone
Eine undatierte Aufnahme von Rastogujew.
Eine undatierte Aufnahme von Rastogujew.
Alexander Rastorguyev's Facebook Profile via Reute
Eine russische Cessna wird im April in Kaga Bandoro an der Weiterreise gehindert.
Eine russische Cessna wird im April in Kaga Bandoro an der Weiterreise gehindert.
Twitter/CITeam_en
Angebliche Aufnahmen von Wagner-Söldnern in Zentralafrika.
Angebliche Aufnahmen von Wagner-Söldnern in Zentralafrika.
Twitter/CITeam_en
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Nach dem gewaltsamen Tod von drei russischen Journalisten in der Zentralafrikanischen Republik hat die Regierung in Moskau Spekulationen über mögliche Kampfeinsätze russischer Soldaten in dem Land zurückgewiesen. Russische Militärexperten trainierten ausschliesslich einheimische Truppen.

Das sagte eine Aussenministeriumssprecherin am Freitag in Moskau. Sie täten dies auf Bitten des Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik.

Recherchen über mysteriösen Söldnertrup

Die drei Journalisten waren zu Wochenbeginn erschossen gefunden worden, sie recherchierten über eine russische Söldnerfirma namens Wagner. Diese entsendet Söldner in Kriegs- und Krisengebiete wie Syrien und die Ukraine. Auftraggeber der Recherche war ein von Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski gestartetes Medienprojekt.

Nach Angaben der Ministeriumssprecherin halten sich derzeit 175 russische Militärberater in der Zentralafrikanischen Republik auf, darunter fünf Offiziere der Streitkräfte und 170 Zivilisten. Den Medien warf sie vor, die Realität des russischen Engagements dort zu verzerren. Russisches Militär nehme nicht an Kämpfen teil.

Dieselben Angaben hatte die russische Regierung bereits im März gemacht, als sie über die Tätigkeit der eigenen Militärexperten berichtete. Nach Einschätzung von Fachleuten könnten die 170 sogenannten zivilen Ausbilder der Wagner-Gruppe angehören.

Sicherheitsberater des Präsidenten ist Russe

Das von einem früheren russischen Geheimdienstoffizier gegründete Unternehmen wird mitunter als eine Art russischer «Schattenarmee» bezeichnet. Unter anderem soll sie nach Angaben aus der Ukraine in der Ost-Ukraine an der Seite prorussischer Separatisten aktiv sein.

Seit Anfang des Jahres unterstützt Russland die Regierung der Zentralafrikanischen Republik mit Militärausbildern, Waffen und Schutz für den Präsidenten. Dessen Sicherheitsberater ist ein Russe. Das rohstoffreiche Land ist für seinen extrem schwachen Staatsapparat und ausufernde Korruption bekannt. Weite Teile des Staatsgebiets werden von bewaffneten Banden kontrolliert.

(SDA)

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