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Saudiarabien weist Kanadas Botschafter aus

Saudiarabien und Kanada stecken in einer diplomatischen Krise. Der Grund dafür ist ein Tweet der kanadischen Aussenministerin.

Setzt sich für die Aktivistin Samar Badawi ein: Die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland hat Saudiarabien verärgert. (Archivbild)
Setzt sich für die Aktivistin Samar Badawi ein: Die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland hat Saudiarabien verärgert. (Archivbild)
Ronaldo Schemidt, AFP

Saudiarabien hat den kanadischen Botschafter ausgewiesen. Das Königreich rief zudem seinen eigenen Botschafter aus Kanada für Konsultationen zurück.

Obendrein würden die Geschäftsbeziehungen mit Ottawa eingefroren, teilte das saudiarabische Aussenministerium in der Nacht zum Montag mit. Damit legte Saudiarabien ein erst vor kurzem geschlossenes Handelsabkommen mit Kanada auf Eis.

Als Grund für das Vorgehen wurde die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Saudiarabiens genannt. «Das Königreich Saudiarabien wird eine Einmischung in seine inneren Angelegenheiten nicht akzeptieren», hiess es weiter vom Ministerium in Riad.

Anlass für die harsche Reaktion war ein Tweet der kanadischen Aussenministerin Chrystia Freeland zum Schicksal der Aktivistin Samar Badawi gewesen. Die kanadische Botschaft in Riad hatte sich zudem «ernsthaft besorgt» über eine neue Welle von Festnahmen von Menschenrechtsaktivisten in Saudiarabien gezeigt und deren sofortige Freilassung gefordert.

Das harte Vorgehen des saudischen Staates mit Verhaftungen von Aktivisten in einer Phase der Öffnung erklären Experten damit, dass die Staatsführung in dem Königreich die volle Kontrolle über die Reformen behalten will.

SDA/chk

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