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Sechs Tote bei Zusammenstössen mit der Polizei bei Kairo

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern der Muslimbrüder sind westlich von Kairo mindestens sechs Islamisten getötet worden. Rund 400 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi hatten nach dem Morgengebet protestiert.

Dabei hätten Demonstranten auf Anwohner geschossen und Zusammenstösse provoziert. Laut dem Innenministerium griff die Polizei ein und löste die Proteste in zwei Vierteln der Stadt Gizeh auf. Aktivisten beschuldigten hingegen die Sicherheitskräfte, sie hätten das Feuer auf Demonstrationen von Unterstützern Mursis eröffnet. Das berichtete auch der arabische Nachrichtenkanal Al-Dschasira. Unter den Toten sei auch eine Frau. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 16 Menschen festgenommen. Auch anderenorts kam es zu Demonstrationen von Mursi-Anhängern. In Alexandria im Norden des Landes löste die Polizei mehrere Protestzüge auf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Mena berichtete. 20 Demonstranten seien festgenommen worden. Keine Ruhe Das Militär hatte den freigewählten Staatschef Mursi vor mehr als zwei Jahren nach Massenprotesten gegen ihn abgesetzt. Seitdem geht die Regierung hart gegen Islamisten vor. Die Muslimbruderschaft wurde wieder verboten. Tausende ihrer Anhänger sitzen in Haft. Ägypten wird seit Mursis Sturz immer wieder von Gewalt erschüttert. Ende Juni wurde Generalstaatsanwalt Hischam Barakat bei einem Bombenattentat in Kairo getötet. Vor zwei Wochen starben fast 120 Menschen bei Angriffen islamistischer Extremisten auf Posten der Armee und bei anschliessenden Gefechten auf der Sinai-Halbinsel. Am vergangenen Samstag kam ein Mensch ums Leben, als vor dem italienischen Konsulat in Kairo eine Bombe explodierte.

SDA

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