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«Sie gaben mir Drogen. Dann musste ich Männer bedienen»

Drei Schwestern sind in Buenos Aires gefangen im Teufelskreis von Armut, Drogensucht und Prostitution. Das einzig Gute in ihrem Leben: Sie haben einander.

Mussten schon mehr durchmachen, als manch einer aushalten würde: Die drei Schwestern: Belén, Lucía und Rosa (von links). Foto: Jan Christoph Wiechmann
Mussten schon mehr durchmachen, als manch einer aushalten würde: Die drei Schwestern: Belén, Lucía und Rosa (von links). Foto: Jan Christoph Wiechmann

Rosa sieht ihn noch vor sich, den Moment, als ihre Schwestern Belén und Lucía das Haus plötzlich verliessen, es war im April 2017, der argentinische Sommer ging zu Ende, das Schuljahr hatte begonnen, und es lag etwas Neues in der Luft. Wenige Wochen zuvor war die Grossmutter gestorben, die ihnen wie eine Mutter gewesen war und das Zuhause ihrer Migrantenfamilie zusammenhielt, diese kleine, brüchige Hütte in der staubigen Peripherie von Buenos Aires, wo die Viertel keine offiziellen Namen haben und die Strassen keinen Asphalt und die Polizei keinen Zugang.

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