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Steve Bannon verlässt «Breitbart»

Der ehemalige Chefstratege des US-Präsidenten tritt als Vorsitzender von «Breitbart» zurück. Grund dürfte seine Rolle bei «Fire and Fury» sein.

Steve Bannon verlässt die Internetseite Breitbart. Zuletzt war er wegen seiner Äusserungen im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» massiv unter Druck geraten.
Steve Bannon verlässt die Internetseite Breitbart. Zuletzt war er wegen seiner Äusserungen im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» massiv unter Druck geraten.
Keystone
Am 5. Januar erschien «Fire and Fury: Inside the Trump White House».
Am 5. Januar erschien «Fire and Fury: Inside the Trump White House».
Evan Vucci, Keystone
Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).
Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).
Carolyn Kaster, Keystone
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Der in einen offenen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump geratene rechtsnationalistische Vordenker Steve Bannon verlässt das ultrarechte Onlineportal «Breitbart News». Gründe für Bannons Abgang nannte weder das Unternehmen noch Bannon selbst.

«Bannon und ‹Breitbart› arbeiten an einer glatten und ordnungsgemässen Übergabe», teilte der Unternehmenschef der Website, Larry Solov, am Dienstag mit. Man sei dankbar für das gemeinsam Erreichte, heisst es auf der Website.

Bannon selbst zeigte sich in einer knappen schriftlichen Erklärung «stolz» darauf, dass es dem «Breitbart»-Team gelungen sei, eine «Nachrichtenplattform von Weltklasse» zu produzieren. Auch er äusserte sich zunächst nicht dazu, warum er das Portal verlässt. Bannon war wegen ihm zugeschriebener kritischer und abfälliger Zitate über Trump und dessen Familie im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» zuletzt massiv unter Druck geraten. Trumps ehemaliger Berater spricht im Buch im Zusammenhang mit der Russland-Affäre von Verrat.

«Fire and Fury» fordert erstes Opfer: Bannon verlässt «Breitbart». Video: Tamedia/AFP

Bannon bedauert Äusserungen

Am Wochenende hatte Bannon ausführlich sein Bedauern geäussert, die Äusserungen inhaltlich aber nicht bestritten. Am Montag hatte das Weisse Haus erklärt, trotz des Bedauerns habe Bannon derzeit keine Chance auf eine Rückkehr ins Weisse Haus. Auch die Milliardärsfamilie Mercer hatte nach Bannons Äusserungen erklärt, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen.

Bannon galt als Rechtsaussen-Architekt der nationalistisch ausgerichteten Kampagne Trumps und treibende Kraft hinter umstrittenen Entscheidungen wie dem Einreisestopp für Bürger aus mehreren muslimischen Ländern.

Im vergangenen August wurde er von Trump gefeuert, nachdem interne Spannungen und Machtkämpfe zunahmen. Trump traf sich aber auch danach noch mit Bannon, der zum rechtspopulistischen Nachrichtenportal «Breitbart» zurückgekehrt war. Schon vor einigen Tagen wurde spekuliert, dass Bannon wegen seines Zerwürfnisses mit Trump bei «Breitbart» vor dem Aus stehe. Der Vorstand debattiere darüber, ihn seines Amtes zu entheben, berichtete CNN.

SDA/bla

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