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Thai-Höhle soll Nationalpark werden – Kinder gehen ins Kloster

Im Anschluss an die glückliche Rettung in Thailand wird um die künftige Nutzung der Höhle gestritten. Für die Geretteten steht der nächste Schritt allerdings bereits fest.

Zur «Reinigung» ins Kloster: Der Coach (2.v.l.) mit Jungen der geretteten Fussballmannschaft an einer buddhistischen Zeremonie, die das Leben verlängern sowie von Gefahren und Schicksalsschlägen schützen soll. (19. Juli 2018)
Zur «Reinigung» ins Kloster: Der Coach (2.v.l.) mit Jungen der geretteten Fussballmannschaft an einer buddhistischen Zeremonie, die das Leben verlängern sowie von Gefahren und Schicksalsschlägen schützen soll. (19. Juli 2018)
Sakchai Lalit, Keystone

In Thailand gibt es nach dem glücklichen Ausgang des Höhlendramas Ärger wegen der künftigen Nutzung des Geländes. Die Regierung plant, die Gegend rund um die Höhle im Norden des Landes in einen Nationalpark umzuwandeln. Bei Anwohnern sorgt das für Unmut. Manche fürchten, dass Felder und Häuser enteignet werden, wie die Tageszeitung «Bangkok Post» (Montag) schreibt. Umstritten sind auch Überlegungen, in der Höhle eine Art Museum einzurichten.

Während des Dramas hatten viele Nachbarn unentgeltlich geholfen. Zahlreiche Felder wurden überschwemmt, weil aus der überfluteten Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non enorme Mengen Wasser gepumpt werden mussten. Nach 17 Tagen konnten alle zwölf Spieler einer Fussball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet werden.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gehen diese Woche nun fast alle in buddhistische Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich an diesem Mittwoch den Kopf rasieren zu lassen und sich für mehrere Tage ins Kloster zu verabschieden. Im Buddhismus wird dies gemacht, um sich nach negativen Erfahrungen zu «reinigen». Nur ein Junge, der christlichen Glaubens ist, ist nicht dabei. Die Kinder sind zwischen elf und 17 Jahre alt. Nach der Entlassung aus der Klinik gehen sie - im Unterschied zu ersten Plänen - bislang noch nicht wieder zur Schule.

Die Fussball-Jungs besuchen einen Tempel. Video: Reuters

SDA/sep

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